Seit Anfang dieses Jahres verlangen alle gesetzlichen Krankenkassen von Ost-Versicherten gleich hohe Beitragssätze wie von Westlern. Das hat für Ost-Versicherte teilweise kräftige Erhöhungen zur Folge.

Bei einer Beitragssatzanhebung haben Kassenmitglieder das Recht zu kündigen. Sie können ihre Kasse innerhalb des Folgemonats nach der Erhöhung verlassen. Ein Kassenwechsel ist außerdem bei einem Wechsel des Arbeitgebers möglich. Ansonsten müssen Pflichtversicherte mit dem Wechsel der Krankenkasse bis zum 30. September warten.

Freiwillig Versicherte mit einem Brutto-Jahreseinkommen über 78.300 Mark können auch ohne eine Beitragserhöhung während des ganzen Jahres wechseln. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende.

Trotz des Wechsels in eine günstigere Kasse müssen besser Verdienende unter Umständen mehr Geld für ihren Krankenversicherungsschutz bezahlen als zuvor. Seit Anfang dieses Jahres wird ein höherer Anteil ihres Einkommens zur Berechnung der Sozialabgaben herangezogen.

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