Krankenkassen Meldung

Die Fusion ihrer Krankenkasse kann den Versicherten nützen. Fallen aber Leistungen weg, kommt ein Wechsel infrage.

Wer mit wem. Mehr als 15 Millionen gesetzlich Krankenversicherte sind über eine Krankenkasse geschützt, die zum Jahreswechsel mit einer anderen Kasse fusioniert hat: Die Barmer hat sich mit der Gmünder Ersatzkasse zur Barmer GEK zusammengeschlossen. In der DAK sind nun auch die Mitglieder der Hamburg Münchener Krankenkasse versichert. Die AOK Berlin hat mit der AOK Brandenburg fusioniert. Unter dem neuen Namen IKK classic sind die Innungskrankenkassen Baden-Württemberg und Hessen, Hamburg, Sachsen und Thüringen zusammengekommen. Darüber hinaus gehen zwei weitere Innungs- sowie mehrere Betriebskrankenkassen künftig gemeinsame Wege.

Was sich ändert. Mit einer Fusion können sich Äußerlichkeiten wie der Name der Krankenkasse und die Versichertenkarte ändern. Darüber hinaus kann der Zusammenschluss Vorteile bringen – etwa, wenn die neue Kasse mehr Geschäftsstellen hat. Möglich sind auch Nachteile, wenn die neue Kasse nicht mehr all die Extraleistungen der früheren Kasse bietet. Einige Krankenkassen bezahlen zum Beispiel den Impfschutz für private Reisen für ihre Mitglieder, während die Versicherten bei anderen Kassen dafür selbst aufkommen müssen.

Bleiben oder wechseln. Bietet die neue Kasse weniger als die alte, kann sich ein Wechsel lohnen. Die Fusion bringt dem Versicherten aber kein Sonderkündigungsrecht. Es gilt dieselbe Regel wie immer: Wer mindestens 18 Monate Mitglied seiner Kasse war, kann mit einer Frist von zwei Monaten zum Monatsende kündigen. Entscheidend ist, seit wann der Schutz in der alten Kasse bestand. Die Frist beginnt durch die Fusion nicht neu. Sollte die neue Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben, ist eine Kündigung in der Regel sofort möglich – ganz gleich, wie lange jemand vorher in der Kasse war.

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