Krankenkassen dürfen künftig bestimmte alternativmedizinische Behandlungen bezahlen.

Das Bundessozialgericht (BSG) hat entschieden: Die Aufsichtsbehörde darf es Kassen nicht verbieten, Kosten für einige Methoden der anthroposophischen Medizin wie Heileurythmie, Maltherapie, plastisch-therapeutisches Ge­stalten, Sprachgestaltung und rhythmische Massage nach Wegmann zu übernehmen – auch wenn diese gar nicht zum Verzeichnis der kassenärztlichen Leistun­gen gehören (Az. B 1 A 1/03 R).
Geklagt hatte die Securvita Betriebskrankenkasse, die seit längerem damit wirbt, die Kosten für diese Behandlungen zu erstatten. Die Aufsichtsbehörde, das Bundesversicherungsamt in Bonn, hatte versucht, dies gerichtlich zu unterbinden.
Das Urteil könnte der Alternativmedizin Auftrieb verschaffen. Kurz nach dem BSG-Urteil kündigte beispielsweise die Gmünder Ersatzkasse an, sie werde ihren Versicherten ebenfalls anthroposophische Behandlungen bezahlen.

Tipp: Im Handbuch „Die Andere Medizin“ bewertet die Stiftung Warentest alternative Heilmethoden. Es erscheint am 28. September.

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