Krankenkassen Meldung

Lieber nicht zum Arzt, sonst ist der Bonus weg. Manche Wahltarife sind nur etwas für Gesunde.

Ab dem 1. April können gesetzlich Kranken­versicherte bei ihrer Krankenkasse unter bis zu 20 Tarifen wählen. Sie sollen so Beiträge sparen oder gegen Aufpreis Extraleistungen versichern können. Genaueres konnten uns selbst große Kassen bei Redaktionsschluss Anfang März nicht über ihre Angebote sagen.

Finanztest rät, in den nächsten Monaten noch nicht in einen Wahltarif einzusteigen. Denn die Versicherten müssen sich für drei Jahre festlegen – nicht nur auf den Wahltarif, sondern auch auf die Kasse selbst. Sie geben damit ihr Recht auf, die Kasse zu wechseln, selbst wenn diese den Beitragssatz erhöht.

Manche Angebote kommen außerdem erst im Lauf des ­Jahres. Ärgerlich, wenn man dann schon festgelegt ist.

Diese Wahltarife soll es geben:

  • Selbstbehalt: Versicherte zahlen Behandlungen bis zu einem bestimmten Betrag im Jahr selbst und bekommen ­dafür Beiträge erlassen.
  • Prämie: Geht jemand ein Jahr lang nicht zum Arzt, gibt es Geld von der Kasse zurück.
  • Besondere Versorgungsformen: Spezielle Leistungsschwerpunkte, zum Beispiel Programme für chronisch Kranke oder Hausarztmodelle.
  • Naturheilmittel: Gegen höheren Beitrag zahlt die Kasse für rezeptfreie homöopathische, anthroposophische und pflanzliche Arzneimittel.
  • Privat: Gegen hohen Zusatzbeitrag können ­Patienten beim Arzt nach der teureren privat­ärztlichen Gebührenordnung behandelt werden.

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