Krankenkassen Meldung

Mehrere der bisher sehr günstigen Betriebskrankenkassen (BKK) erhöhen in aller Stille ihre Beitragssätze. Besonders drastisch ist der Preisanstieg zum 1. September bei der BKK Mann + Hummel von bisher 11,2 Prozent auf 12,3 Prozent. Zum selben Termin stiegen die Beiträge der BKK FTE von 11,7 auf 12,4 Prozent und die der BKK Zollern-Alb von 11,9 auf 12,6 Prozent. Zum 1. Oktober zieht auch noch die BKK für Heilberufe nach und hebt die Monatsbeiträge von 11,9 auf 12,4 Prozent an.

Austrittswillige haben nur im Monat der Erhöhung ein Sonderkündigungsrecht. Wer also zum 1. September mehr zahlen soll, kann nur bis zum 30. September kündigen. Die Mitgliedschaft endet dann mit dem 31. Oktober.

Oft erfahren die Versicherten aber erst zu spät, dass der Beitragssatz steigt. Die Kassen sind nämlich nicht verpflichtet, ihre Beitragszahler vorher zu informieren. Kommt die Hiobsbotschaft erst am Monatsende mit der Gehaltsabrechnung, kann es schon zu spät für eine Kündigung sein.

Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen kann in diesen Fällen auch nicht weiterhelfen. "Von manchen Änderungen erfahren wir erst aus der Presse", hieß es auf Nachfrage von Finanztest. Von Beitragssteigerungen Bescheid weiß dagegen immer das Bundesversicherungsamt (BVA) in Bonn, das jede Erhöhung genehmigen muss. Ein Informationssystem für die Bürger gibt es dort allerdings bisher nicht.

Eine positive Überraschung erleben dagegen die Mitglieder der Bonner BKK Moeller. Sie fusioniert zum 1. Oktober mit der BKK Kissing und senkt ihren Beitragssatz von 12,5 auf 11,7 Prozent. Die aus der Fusion entstehende BKK KM ist bundesweit geöffnet.

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