Die gesetzliche Krankenkasse muss selbst dann keine Sonnenschutzmittel bezahlen, wenn deren Benutzung für den Patienten überlebensnotwendig ist, er sich den Schutz aber nicht leisten kann. Das entschied das Sozialgericht Dortmund (Az. S 44 KR 6/04).

Ein 21-jähriger Kassenpatient, der unter einer schweren genetisch bedingten Hautkrankheit leidet und sich deshalb ständig mit Sonnenschutzmittel eincremen muss, wollte dieses von seiner Krankenkasse bezahlt bekommen.

Die Kasse lehnte ab. Begründung: Sonnenschutzcreme ist Kosmetik und gehört deshalb nicht zum Leistungskatalog der Kassen. Auf den Einwand des Klägers, dass er sich das Mittel nicht leisten könne, verwies die Krankenkasse ihn an das ­Sozialamt. Das Sozialgericht Dortmund gab der Kasse Recht.

Dieser Artikel ist hilfreich. 316 Nutzer finden das hilfreich.