Krankenkasse Nur Roll­stuhl statt Elektrofahr­rad

0

Die gesetzliche Krankenkasse muss einem Versicherten kein Fahrrad mit Elektromotor bezahlen, auch wenn er stark gehbehindert ist. Das hat das Landes­sozialge­richt Nieder­sachsen-Bremen entschieden. Ein Ortho­päde hatte dem Kläger nach einer Oberschenkel­amputation eine Bescheinigung ausgestellt, wonach er ein E-Bike als Hilfs­mittel benötige. Seine Kasse lehnte das ab, das Gericht ebenso (Az. L 4 KR 454/11). Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass das E-Bike ein Gebrauchs­gegen­stand sei und nicht zum Ausgleich der Behin­derung diene. Fahr­radfahren gehöre nicht zu den Grund­bedürf­nissen wie Gehen, Greifen oder Stehen. Dem Bedürfnis nach Fortbewegung sei mit einem Selbst­fahrerroll­stuhl Genüge getan. Damit könne der Mann Alltags­geschäfte in der Nähe seiner Wohnung erledigen.

0

Mehr zum Thema

  • Zahn­zusatz­versicherung im Vergleich Die besten Tarife für schöne Zähne

    - Zahn­ersatz ist teuer, eine gute Versicherung gegen die Zusatz­kosten nicht, wie unser Vergleich Zahn­zusatz­versicherung zeigt. Jetzt mit individuellem Tarif­rechner.

  • Hamburger Modell Nach der Krankheit zurück in den Job

    - Wenn Mitarbeiter nach längerer Krankheit oder einem schweren Unfall wieder ins Arbeits­leben zurück­kehren, können sie das stufen­weise tun – nach dem Hamburger Modell.

  • Kranken­versicherung Gesetzlich oder privat? Eine Entscheidungs­hilfe

    - Soll ich mich privat kranken­versichern? Wir sagen, für wen das sinn­voll ist, und in welchen Ausnahme­fällen der Weg zurück in die gesetzliche Krankenkasse möglich ist.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.