Krankenkasse Mobil mit Rollator und Blindenhund

16.01.2018
Krankenkasse - Mobil mit Rollator und Blindenhund
Eine Apotheke finden, die Straße über­queren – dabei hilft ein Blindenhund. Ein Stock kann das nicht. © Getty Images / Don Farrall

Widerstand lohnt: Sechs Jahre lang kämpfte eine blinde, an multipler Sklerose erkrankte Frau mit ihrer Krankenkasse. Nun urteilte das Landes­sozialge­richt Nieder­sachsen-Bremen: Die Kasse muss der heute 73-Jährigen einen Blindenhund bezahlen, der sie am Rollator führen kann (Az. L 16/1 KR 371/15). Die Kasse hatte dies abge­lehnt, weil sie einen Lang­stock für ausreichend hielt, und bezweifelte, dass die Frau einen Hund versorgen kann. In vier Gutachten bewies diese das Gegen­teil – obwohl die Kasse sogar versucht hatte, eine Sach­verständige zu beein­flussen. Das Gericht rügte dies scharf und erinnerte die Kasse an ihre Pflicht zur humanen Krankenbe­hand­lung.

16.01.2018
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