Viele geringfügig Beschäftigte können jetzt Krankenkassenbeiträge zurückverlangen. Betroffen sind Minijobber, die freiwillig krankenversichert sind und nicht den Höchstbeitrag zahlen, zum Beispiel Beamte mit Nebenjob oder freiwillig versicherte Studenten. Bisher führte die Firma des Minijobs automatisch eine Versicherungspauschale ab. Zusätzlich wurde der Verdienst mitgezählt bei der Ermittlung des Einkommens, woraus sich dann der Krankenversicherungsbeitrag ergab. Diese doppelte Berücksichtigung ist nicht zulässig, urteilte das Bundessozialgericht. Daher können freiwillig versicherte Minijobber jetzt Beiträge zurückverlangen, rät Anette Marienberg vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Die Regelung, dass auf den Minijob ein Pauschalbetrag von 10 Prozent an die Krankenkassen geht, gilt seit April 1999 (Az. B 12 KR 25/03 R und B 12 KR 15/00 R).

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