Die Techniker Krankenkasse (TK) meldet Erfolge im Kampf gegen den Missbrauch von Krankenversichertenkarten: Mithilfe einer neuen Software für Ärzte, der „Verax-Liste“, habe sie im ersten Jahr rund 30 Millionen Euro an Behandlungskosten gespart, schätzt die TK. Das sind etwa 0,22 Prozent der jährlichen Gesamtausgaben dieser gesetzlichen Krankenkasse. In der Verax-Datenbank sind etwa 2 Millionen gesperrte Karten der TK gespeichert.

Rund 100 000 Arzt- und 40 000 Zahnarztpraxen wurden mit der neuen Software ausgestattet. Der Arzt kann damit sofort sehen, wenn eine Chipkarte gesperrt ist – zum Beispiel, weil sie gestohlen gemeldet wurde oder weil der Kunde nach einem Umzug eine neue erhalten hat.

Bislang war es Kassen und Ärzten nicht möglich, ungültige Karten zu erkennen. Die TK ist nun die erste große Kasse, deren Chipkarten die Ärzte online überprüfen können. Weitere Kassen hätten mittlerweile Interesse an der Verax-Liste bekundet, erklärte eine TK-Sprecherin.

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