Krankenkassen dürfen auf Renten aus privaten Rentenversicherungen Beiträge verlangen, auch wenn der Kunde keine Rente bezieht, sondern sich das gesamte Geld als Einmalbetrag auszahlen lässt. Das gilt laut Bundessozialgericht für freiwillig versicherte Rentner (Az. B 12 KR 28/08 R). Entscheidend ist die Variante der Auszahlung:

  • Wurde eine Rente vereinbart, sind darauf jeden Monat Beiträge zu zahlen.
  • Wurde bei Vertragsabschluss eine Rente vereinbart, diese dann aber später in eine einmalige Kapitalauszahlung umgewandelt, kalkuliert die Krankenkasse fiktiv einen zehnjährigen Rentenbezug ein und zieht 120 Monate lang Beiträge ab. Stirbt das Mitglied in dieser Zeit, erlischt der Beitragseinzug. Es gilt der ermäßigte Beitrag von 14,3 Prozent plus 1,95 Prozent Pflegeversicherung (Kinderlose 2,20 Prozent). Die Betroffenen müssen das Geld allein zahlen, es gibt keinen Zuschuss.

Beispiel: 60 000 Euro Zahlung ergeben 500 Euro fiktive Monatsrente. Das macht für Kinderlose 82,50 Euro, die 120 Monate fällig sind – insge­samt 9 900 Euro.

Dieser Artikel ist hilfreich. 259 Nutzer finden das hilfreich.