So haben wir getestet

Im Test

Finanztest hat Kranken­haus­zusatz­versicherungen aller privaten Kranken­versicherer untersucht, die jedem gesetzlich Versicherten offen­stehen und nicht an andere Versicherungen gebunden sind. Bei den Tarifen im Test ist keine Selbst­beteiligung des Kunden vorgesehen. Sie sind nach Art der Lebens­versicherung kalkuliert. Das heißt, dass die Versicherer Alters­rück­stel­lungen bilden, die Beiträge steigen daher nicht mit dem Alter. Alle Tarife mussten folgende Mindest­leistungen bieten:

  • Chef­arzt­behand­lung mit Über­nahme der Arzt­honorare mindestens bis zum Höchst­satz der Gebühren­ordnung für Ärzte (3,5-fach).
  • Wahl­leistung Unterkunft: Einbett­zimmer im Vergleich der Einbett­zimmertarife und Zweibett­zimmer im Vergleich der Zweibett­zimmertarife.
  • Freie Wahl unter allen zugelassenen Kliniken für gesetzlich Versicherte.
  • Der Versicherer verzichtet auf sein ordentliches Kündigungs­recht in den ersten drei Jahren.

Nicht untersucht haben wir:

  • Tarif­kombinationen, die neben der Kosten­über­nahme für Klinik­leistungen auch solche für Leistungen nieder­gelassener Ärzte oder Zahn­ärzte enthalten.
  • Zusatz­tarife, die nur bei Kranken­haus­auf­enthalten infolge von Unfällen oder bestimmten Erkrankungen leisten.
  • Einsteiger­tarife für junge Versicherte, die nach einigen Jahren oder mit dem Erreichen eines fest­gelegten Höchst­alters entweder ein Ende des Versicherungs­schutzes oder ein Umsteigen auf einen anderen Tarif vorsehen.
  • Tarife für spezielle Berufs­gruppen wie Ärzte.

Getestet wurden 35 Einbett- und 22 Zweibett­zimmertarife. Ein- oder Zweibett­zimmertarife, die dem Kunden die Wahl der Unterbringung lassen, aber kein Ersatz-Kranken­haus­tagegeld vorsehen, wenn er nur das Zweibett­zimmer in Anspruch nimmt, haben wir in den Vergleich für Einbett­zimmertarife aufgenommen.

Die Gesell­schaft Continentale hat die Teil­nahme an unserer Unter­suchung verweigert. Die entsprechenden Tarif­daten haben wir verdeckt erhoben.

Aktuelles Preis-Leistungs-Verhältnis.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt sich als Quotient aus dem Beitrag und den erreichten Leistungs­punkten für Mindest­leistungen und Zusatz­leistungen. Stichtag war der 1. Oktober 2018.

Beitrag. Für beide Vergleiche haben wir die Beiträge für einen gesunden Modell­kunden bei einem Eintritts­alter von 43 Jahren zugrunde gelegt.

Leistungen. Wir haben nur Leistungen berück­sichtigt, die in den Versicherungs­bedingungen garan­tiert sind. Bewertet wurde nach einem Punkte­system. Die Gewichtung der Leistungen orientierte sich an der statistischen Wahr­scheinlich­keit für den Umfang ihrer Inan­spruch­nahme (kalkulatorisches Gewicht). Daher bekamen alle Tarife bereits 90 Prozent der Punkte für die Mindest­leistungen. 10 Prozent der Punkte gab es für folgende Zusatz­leistungen:

  • Über­nahme von Arzt­honoraren über den Höchst­satz (3,5-fach) der Gebühren­ordnung für Ärzte; Gewicht: 3 Prozent.
  • Über­nahme der Mehr­kosten für allgemeine Kranken­haus­leistungen, wenn der Versicherte ein anderes als das auf der Einweisung genannte Kranken­haus aufsucht; Gewicht: 0,5 Prozent.
  • Kosten­erstattung für ambulante Operationen im Kranken­haus; Gewicht: 3,5 Prozent.
  • Höhe des Ersatz­kranken­haus­tagegeldes, wenn der Versicherte nur die allgemeinen Kranken­haus­leistungen in Anspruch nimmt (Mehr­bett­zimmer ohne Chef­arzt­behand­lung): Gewicht im Vergleich der Zweibett­zimmertarife: 2,5 Prozent, im Vergleich der Einbett­zimmertarife: 1,5 Prozent.
  • Leistung in Kliniken, die auch Reha-, Kur- oder Sanatoriums­behand­lungen anbieten auch ohne besondere vorherige Genehmigung; Gewicht 0,5 Prozent.
  • Im Vergleich der Einbett­zimmertarife: Höhe des Ersatz­kranken­haus­tagegeldes, wenn Versicherte nur das Zweibett­zimmer mit Chef­arzt­behand­lung bean­spruchen; Gewicht: 1 Prozent.

Finanztest-Urteil. Maßstab für die Bewertung war der Mittel­wert der untersuchten Angebote (relativer Vergleich). Das Urteil Sehr gut bedeutet: Das Preis-Leistungs-Verhältnis liegt weit über dem Markt­durch­schnitt, Mangelhaft heißt, dass es weit darunter liegt.

Leistungs­einschränkungen

Bietet ein Tarif eine Leistung nicht, dann haben wir dies mit Groß­buch­staben kennt­lich gemacht. Die Leistungs­einschränkung „F“ ist auch aufgeführt, wenn nur in folgenden Ausnahme­fällen in Kliniken, die auch Reha-, Kur- oder Sanatoriums­behand­lungen anbieten, auf die vorherige Genehmigung verzichtet wird: bei Notfall­behand­lungen, bei Behand­lungen in TBC-Heil­stätten, bei Akut­erkrankungen während Rehabe­hand­lungen und/oder wenn es sich bei der Klinik um das einzige Versorgungs­kranken­haus am Wohn­ort handelt.

Jetzt freischalten

TestKranken­haus­zusatz­versicherungen im TestFinanztest 12/2018
3,00 €
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 6 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 6 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 17 Nutzer finden das hilfreich.