Kranken­haus­zusatz­versicherung Test

So gut behandelt werden wie die privat kranken­versicherten Freunde: Mit einer Zusatz­versicherung können sich auch Kassenpatienten im Kranken­haus die Chef­arzt­behand­lung und das Ein- oder Zweibett­zimmer sichern. Unser Test ergab: 9 von 101 Tarifen bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem bieten die Experten von Finanztest ab sofort eine individuelle Analyse an, mit der Sie Tarife für Ihren persönlichen Bedarf erhalten.

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TestKranken­haus­zusatz­versicherungFinanztest 12/2015
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Deutliche Unterschiede zwischen Kassen- und Privatpatienten

Kassenpatienten haben zwar Anspruch auf alle im Kranken­haus notwendigen Leistungen, von der ärzt­lichen Behand­lung über Kranken­pflege, Arznei­mittel bis hin zu Unterkunft und Essen. Die Kasse zahlt für diese allgemeinen Kranken­haus­leistungen pro Behand­lungs­fall eine Pauschale. Ein Recht auf einen festen ärzt­lichen Ansprech­partner oder gar auf Behand­lung durch den Chef­arzt haben gesetzlich Versicherte aber nicht. In der Regel betreuen diejenigen Ärzte den Patienten, die gerade Dienst haben. Die Unterbringung im Ein- oder Zweibett­zimmer ist ebenfalls nicht garan­tiert. Meistens liegen Kassenpatienten im Mehr­bett­zimmer.

Extrawünsche mit dem Kranken­haus vereinbaren

Haben sie Extrawünsche, können sie dafür mit dem Kranken­haus eine Wahl­leistungs­ver­einbarung abschließen. Die Kosten hierfür tragen sie allerdings selbst – es sei denn, sie haben eine Kranken­haus­zusatz­versicherung, die ihnen diese erstattet. So kommen sie dem Status eines Privatpatienten ziemlich nahe: Sie können sich von Chef­ärzten behandeln lassen, und sie liegen im Ein- oder Zweibett­zimmer. Außerdem gibt ihnen die Zusatz­police mehr Freiheit bei der Wahl der Klinik. Ärzte sollen ihre gesetzlich versicherten Patienten nämlich immer in das nächst­gelegene geeignete Kranken­haus einweisen. Will sich jemand statt­dessen in einer Klinik behandeln lassen, in der die Pauschale für die allgemeinen Kranken­haus­leistungen höher ist, kann die Kasse verlangen, dass er diese Mehr­kosten selbst trägt.

Das Teuerste ist die Chef­arzt­behand­lung

Die Zusatz­versicherung bewahrt Patienten mit einer Wahl­leistungs­ver­einbarung vor hohen Kosten. Vor allem die Chef­arzt­behand­lung ist teuer. Sie gilt immer für den gesamten Kranken­haus­auf­enthalt. Für Röntgen­aufnahmen oder die Narkose erhalten Patienten dann ebenfalls eine private Rechnung. Auch ein besseres Zimmer kann bei lang­wierigen Erkrankungen durch­aus mehrere tausend Euro kosten. Gerade bei derlei Erkrankungen kann es aber ein Vorteil sein, ein besseres Zimmer zu haben. Finanztest veranschaulicht anhand von zwei Fall­beispielen, welche Kosten bei einer lang­wierigen Behand­lung, aber auch bereits bei einem kurzen Klinik­aufenthalt entstehen können.

Große Beitrags­unterschiede im Test

Finanztest hat 101 Angebote untersucht:

  • 35 Einbett­zimmertarife, die allen Kunden zugäng­lich sind,
  • 27 Einbett­zimmertarife, die nur den Versicherten bestimmter Krankenkassen offen­stehen,
  • 22 Zweibett­zimmertarife, die allen Kunden zugäng­lich sind,
  • 17 Zweibett­zimmertarife, die nur den Versicherten bestimmter Krankenkassen offen­stehen.

Das Ergebnis: Von Tarifen mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bis zu solchen mit dem Urteil mangelhaft ist alles dabei. Die Preisspanne für 43-jährige gesunde Modell­kunden reicht bei den Einbett­zimmertarifen von 40 bis 77 Euro im Monat, bei den Zweibett­zimmertarifen liegen die Beiträge zwischen 37 und 64 Euro im Monat. Dies sind Verträge, die Versicherten aller Kassen offen­stehen.

Etwas güns­tiger erhalten manche die Zusatz­police über ihre Krankenkasse. Viele Kassen koope­rieren mit einem privaten Versicherungs­unternehmen, das dann einen kleinen Rabatt gewährt. Meist sind die Tarife mit denen identisch, die allen Kunden offen­stehen – nur dass sie etwa 2 bis 7 Prozent güns­tiger sind. Hat ein Tarif jedoch ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis, wiegt der Rabatt das nicht auf.

Individuelle Angebote aus unserer Tarif­daten­bank

Für den Test sind wir von 43-jährigen Modell­kunden ausgegangen. Wer beim Abschluss jünger ist, zahlt weniger, bei höherem Eintritts­alter steigt der Beitrag. Mit unserer daten­bank­gestützten individuellen Analyse Krankenhauszusatzversicherung finden Sie güns­tige Tarife für Ihr individuelles Eintritts­alter. Hier können Sie auch persönliche Vorgaben machen, welche Leistungen Ihnen besonders wichtig sind.

  • Arzt­honorar. Soll der Versicherer auch Arzt­honorare über­nehmen, die den Höchst­satz (3,5-fach) der Gebühren­ordnung für Ärzte über­steigen? Das kann von Vorteil sein, falls Sie sich von einem Spezialisten behandeln lassen wollen, der für seine Leistungen zum Beispiel den 5-fachen Gebühren­satz verlangt.
  • Teures Kranken­haus. Soll der Versicherer die Differenz­kosten tragen, falls Sie in ein teureres als das auf der Einweisung genannte Kranken­haus gehen? In solchen Fällen darf die Krankenkasse Ihnen die Mehr­kosten in Rechnung stellen.
  • Chef­arzt. Soll der Versicherer auch bei ambulanten Operationen im Kranken­haus die Chef­arzt­behand­lung bezahlen? Normaler­weise zahlt die Zusatz­versicherung nur für stationäre Behand­lungen – also solche mit Über­nachtung im Kranken­haus.

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