Mit Zusatzversicherung fast wie ein Privatpatient

Bei Patienten mit Zusatzversicherung kommt die gesetzliche Kasse für die allgemeinen Krankenhausleistungen auf. Den Aufpreis fürs Ein- oder Zweibettzimmer und die Chefarzthonorare zahlen sie privat. Die Zusatzversicherung erstattet ihnen die Kosten dann.

Art der Leistung

Gesetzliche Krankenversicherung

Private Krankenhauszusatzversicherung

Auswahl des
Kranken­hauses

  • Behandlung im nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus.
  • Geht der Versicherte in ein teureres Krankenhaus, muss er die Mehrkosten selbst zahlen.
  • Reine Privatkliniken ohne Vertrag mit der gesetz­lichen Krankenkasse nur im Notfall.
  • Die meisten Tarife übernehmen die Mehrkosten, wenn der Versicherte ein anderes als das nächstgelegene geeignete Krankenhaus aufsucht. Einige übernehmen auch die zusätzlichen Transportkosten.
  • Einige Tarife übernehmen auch für Privatkliniken die zusätzlichen Kosten für Chefarztbe­hand­lung und Ein- oder Zweibettzimmer. Die Kosten für die allgemeinen Krankenhausleistungen zahlt der Versicherte dort aber selbst.

Unter-
bringung

  • Meistens im Mehrbettzimmer.
  • Je nach Tarif Einbettzimmer oder Zweibettzimmer – bei Nichtinanspruchnahme meistens Ersatzkrankenhaustagegeld.
  • In manchen Tarifen werden zusätzlich die von vielen Krankenhäusern gesondert berechneten Kosten für Telefon-, Rundfunk- und Fernsehanschluss übernommen.

Behandelnder Arzt

  • Diensthabender Krankenhausarzt (zum Beispiel Stationsarzt).
  • Leitende Krankenhausärzte (Chefarzt).
  • Manche Tarife zahlen auch für vor- und nachstationäre Behandlung und für ­ambulante Operationen durch leitende Ärzte.

Arzt-
honorare

  • Arzthonorare sind in der Vergütung enthalten, die die Kasse dem Krankenhaus pauschal für die gesamte Behandlung zahlt.
  • Kostenübernahme für die Behandlung durch Chefärzte je nach Tarif bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte (3,5-fach), in manchen Tarifen auch für Honorarvereinbarungen darüber hinaus.

Zuzahlungen

  • Für Erwachsene ab 18 Jahre: 10 Euro je Behandlungstag für maximal 28 Tage im Jahr.
  • Einige Tarife übernehmen die gesetzlichen Zuzahlungen der Versicherten.

    Stand: 1. Oktober 2009