Krankengeld für Selbst­ständige Test

Werden Selbst­ständige länger krank, kann schnell ihre Existenz bedroht sein: Denn die Kosten laufen weiter, während die Einnahmen ausbleiben. Ein ausreichend hohes Krankengeld kann einen großen Teil des Verdienst­ausfalls absichern. Gesetzlich versicherte Selbst­ständige können dafür Angebote ihrer Krankenkasse nutzen. Das ist unkompliziert – doch unser Test von 66 Krankenkassen zeigt: Preise und Leistungen der Wahl­tarife unterscheiden sich enorm.

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TestKrankengeld für Selbst­ständigeFinanztest 11/2018
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Sinn­voller Basis­schutz: Gesetzliches Krankengeld

Selbst­ständige Mitglieder von Krankenkassen haben nicht auto­matisch Anspruch auf Krankengeld – anders als Arbeitnehmer. Fallen sie längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen aus, müssen sie die nötigen Mittel komplett aus eigenen Reserven aufbringen. Ein sinn­voller Basis­schutz ist in der Regel das gesetzliche Krankengeld, das ab dem 43. Tag fließt.

Kasse muss zustimmen

Wichtig: Selbst­ständige müssen ihrer Krankenkasse schriftlich mitteilen, dass sie diese Absicherung wünschen. Verweigern darf die Kasse die Zustimmung nicht. Statt des ermäßigten Beitrags­satzes von 14 Prozent zahlen sie dann den normalen Beitrags­satz von 14,6 Prozent. Je nach Kasse kann noch ein Zusatz­beitrag dazu kommen.

Tipp: Beitrags­sätze und Extra­leistungen von derzeit 76 Kassen zeigt der monatlich aktualisierte Krankenkassenvergleich.

Das bietet der Test Krankengeld für Selbst­ständige

Vergleich. Unsere Tabellen zeigen 17 ausgewählte Wahl­tarife für ein frühes Krankengeld ab dem 15., 22. oder 29. Krankentag, 3 Wahl­tarife für Krankengeld bei voll­stationärem Kranken­haus­auf­enthalt sowie 6 Wahl­tarife für ein höheres gesetzliches Krankengeld ab dem 43. Tag. Bei den Aufstocker-Tarifen haben wir die Beiträge beispielhaft für Monats­einkommen von 2 500 und 6 000 Euro erhoben. Außerdem nennen wir Höchst­eintritts­alter und Warte­zeit und sagen, wie lange Sie an die jeweilige Kasse gebunden sind, wenn Sie einen Wahl­tarif abschließen.

Hintergrund und Tipps. Wir erklären, welche Regeln für das gesetzliche Krankengeld gelten, und für wen es sinn­voll ist, einen Krankengeld-Wahl­tarif bei der gesetzlichen Krankenkasse abzu­schließen. Hat Ihre Krankenkasse keinen passenden Wahl­tarif, können Sie wechseln. Wir sagen, worauf Sie beim Wechsel achten müssen. Ein Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe rund ums Thema gesetzliches Krankengeld.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 11/2018.

Höchs­tens 26,55 Euro

Maximal kostet das gesetzliche Krankengeld 26,55 Euro zusätzlich im Monat. Denn die Beiträge werden nur auf Einkommen bis zur derzeitigen Beitrags­bemessungs­grenze von derzeit 4 425 Euro monatlich ange­rechnet. Wer mehr verdient, zahlt trotzdem nicht mehr Beitrag. Dafür gibt es 70 Prozent des letzten Arbeits­einkommens als Krankengeld. Und genauso gilt: Nur bis zur Beitrags­bemessungs­grenze gibt es Krankengeld, das sind also maximal 3 097,50 Euro im Monat oder 103,25 Euro täglich.

Mit Wahl­tarifen gibt es früher Krankengeld

Zusätzlich zum gesetzlichen Krankengeld können Selbst­ständige bei ihrer Kasse einen Wahl­tarif Krankengeld abschließen. Damit können sie das Krankengeld vorziehen oder aufstocken. Dann gibt es zum Beispiel schon ab dem 22. Krank­heits­tag Geld. Meist ist die Entscheidung für das gesetzliche Krankengeld Voraus­setzung, um bei den Kassen zusätzlich einen Wahl­tarif abschließen zu können.

Krankengeld darf nicht über dem Arbeits­einkommen liegen

Für gut verdienende Selbst­ständige, die mehr als 4 425 Euro monatlich verdienen, kann die Deckelung des gesetzlichen Krankengeldes auf 103,25 Euro pro Tag zum Problem werden. Unter Umständen reicht diese Summe nicht für Lebens­unterhalt und Betriebs­ausgaben. Daher bieten einige Kassen Wahl­tarife, mit denen sich das Krankengeld ab dem 43. Tag aufstocken lässt. Auch hier gilt: Das gesamte Krankengeld darf nicht über dem Arbeits­einkommen liegen.

Keine Gesund­heits­prüfung

Der große Vorteil dieser Wahl­tarife: Anders als bei privaten Anbietern gibt es keine Gesund­heits­prüfung. So dürfen Krankenkassen zum Beispiel auch Selbst­ständige mit chro­nischen Erkrankungen nicht ablehnen. Ebenfalls positiv: Die Beiträge für den Wahl­tarif steigen nicht mit dem Alter. Allerdings können Kassen­mitglieder ihr Krankengeld nicht unendlich hoch wählen: Meist beschränken die Kassen die tägliche Zahlung auf 70 Prozent des letzten Arbeits­einkommens.

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