Kranke erhalten von ihrer Krankenkasse höchs­tens 78 Wochen inner­halb von drei Jahren Krankengeld wegen derselben Krankheit zum Produktfinder Krankenkassen. Bei einer neuen Krankheit beginnt die Frist von vorn. Ein Mann, der wegen schwerer Knie- und Rückenleiden lange arbeits­unfähig war, bekommt aber kein Krankengeld für eine anschließende Krank­schreibung wegen Depression. So entschied das Landes­sozialge­richt Baden-Württem­berg (Az. L 11 KR 2876/12). Erneut Krankengeld bekäme er nur, wenn die psychische Erkrankung erst nach Abschluss der kniebe­dingten Arbeits­unfähigkeit begonnen hätte. Er war jedoch schon länger in psycho­therapeutischer Behand­lung. Wenn die erste und die zweite Krankheit auch nur für einen Tag neben­einander bestanden haben, ist nach 78 Wochen Schluss.

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