Eine Krankenkasse darf Versicherten nicht ohne Nachprüfung vorzeitig das Krankengeld streichen. Bei Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des Arztes reiche es nicht, nach Aktenlage zu entscheiden, urteilte das Hessische Landessozialgericht (Az. L 8 KR 228/06). Vielmehr müsse der Medizinische Dienst der Krankenkasse ein Gegengutachten vorlegen, „das die ärztlichen Befunde bewertet und wissenschaftlich-methodisch untersucht“. Die Kasse wollte nach einem halben Jahr nicht mehr zahlen, muss es jetzt aber tun.

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