Sind Arbeitnehmer lange krank, verlieren sie Geld, wenn sie sich nicht recht­zeitig um die nächste Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung kümmern. Die gesetzliche Krankenkasse muss das Krankengeld selbst dann nicht durch­gehend weiterzahlen, wenn zwischen dem Ende der ersten Arbeits­unfähigkeit und dem Beginn der nächsten ein Wochen­ende oder etwa ein Jahres­wechsel liegt.

Das Sozialge­richt Stutt­gart gab einer Krankenkasse recht, die die Krankengeldzahlung gestoppt hatte. Der Mann war bis Freitag, den 31. Dezember, krank­geschrieben und erhielt die folgende Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung erst am Montag, den 3. Januar (Az. S 19 KR 2728/11).

Lohn­fortzahlung vom Arbeit­geber erhalten Angestellte in so einem Fall auch nicht – es sei denn, die zweite Arbeits­unfähigkeit beruht auf einer anderen Krankheit als die voran­gegangene.

Tipp: Vereinbaren Sie einen Arzt­termin, bevor die Krank­schreibung ausläuft.

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