Krankengeld Meldung

Selbstständige können sich bei ihrer Krankenkasse wieder das gesetzliche Krankengeld sichern. Das sollten sie nutzen.

Gesetz. Der Bundestag hat im Juni eine Regelung der Gesundheitsreform korrigiert. Das neue Gesetz betrifft Selbstständige, kurzzeitig und unständig (tageweise) Beschäftigte und Versicherte der Künstlersozialkasse, die gesetzlich krankenversichert sind. Sie alle können ab dem 1. August wieder regulär Krankengeld von ihrer Krankenkasse bekommen.

Möglichkeiten. Selbstständige, unständig und kurzzeitig Beschäftigte können wieder einen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit erhalten. Sie zahlen dafür den allgemeinen Beitragssatz von 14,9 Prozent und geben eine „Wahlerklärung“ ab, die sie drei Jahre bindet.
Alternativ können sie Krankengeld auch über einen Wahltarif ihrer Kasse absichern. Sie zahlen dann den ermäßigten Beitragssatz von 14,3 Prozent plus einen Extrabeitrag für den Wahltarif. Mit Wahltarifen können sie auch höhere oder früher einsetzende Krankengeldansprüche vereinbaren. In Krankengeld-Wahltarifen dürfen die Kassen ab dem 1. August von älteren Versicherten keine höheren Beiträge mehr verlangen als von jüngeren.

Künstlersozialkasse. Versicherte der Künstlersozialkasse haben weiter einen Anspruch auf gesetzliches Krankengeld ab der siebten Woche der Arbeitsunfähigkeit. Wer vorher Krankengeld beziehen will, muss einen Wahltarif abschließen.

Entscheidung. Haben Kunden als Übergangslösung für das erste Halbjahr 2009 einen Wahltarif bei ihrer Kasse abgeschlos­sen, können sie sich jetzt neu entscheiden. Solche Verträge enden am 31. Juli 2009.

Tipp: Wenn Sie Krankengeld ab der siebten Woche wollen, ist der gesetzliche Anspruch für Sie besser als ein Wahltarif. Sichern Sie sich über einen Wahltarif ab, riskieren Sie eine Wartezeit von mehreren Monaten ohne Anspruch auf Krankengeld, falls Sie einmal die Krankenkasse wechseln.

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