Krankengeld Meldung

Viele Empfänger von Krankengeld fühlen sich böse hereingelegt. Nachdem das Bundesverfassungsgericht festgestellt hatte, dass von Einmalzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld nur Sozialbeiträge erhoben werden dürfen, wenn dadurch auch die Leistungen steigen, sollten sie eine Nachzahlung erhalten ­ in vielen Fällen mehrere Tausend Mark (Az. 1 BvL 1/98 und 4/98 und 15/99). Doch obwohl die Krankenkassen noch Anfang des Jahres öffentlich versprachen, ein Widerspruch gegen bereits ergangene Bescheide sei nicht erforderlich, will das Bundesgesundheitsministerium jetzt nur an die zahlen, die schriftlich widersprachen oder klagten. Gegen den "Vertrauensbruch" wollen die Gewerkschaften ­ vor allem IG Metall und DAG ­ erneut klagen. Sie raten, bei der Kasse eine rückwirkende Überprüfung des Krankengeldbescheids gemäß Paragraph 44 Absatz 1 Sozialgesetzbuch X zu beantragen ­ ein Weg, den Ministerin Fischer gerade verbauen will. Das Urteil, das nur für Fälle ab 1997 gilt, betrifft ebenfalls Bezieher von Arbeitslosengeld. Aber auch das Bundesarbeitsministerium will nur an diejenigen nachzahlen, die Widerspruch einlegten.

Tipp: Wer einen Krankengeld- oder Arbeitslosengeldbescheid erhalten hat, in dem nicht oder nicht korrekt auf das Widerspruchsrecht hingewiesen wurde, kann noch ein Jahr lang widersprechen und sollte dies zügig nachholen.

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