Wenn die Kinder krank sind, dürfen Eltern zu Hause bleiben. Der Arbeitgeber muss sie freistellen, wenn

  • das Kind jünger als zwölf Jahre ist,
  • die Betreuung aus ärztlicher Sicht notwendig ist,
  • die Krankheit durch ein Attest belegt wird,
  • keine andere Person im Haushalt aushelfen kann.

Allerdings gibt es dann keine Lohnfortzahlung, sondern Kinderkrankengeld von der Krankenkasse. Es beträgt 70 Prozent des beitragspflich­tigen Einkommens, maximal 90 Prozent des Nettogehalts. Verheiratete können sich pro Kind 10 Arbeitstage im Jahr freistellen lassen, jedoch höchstens 25 Arbeitstage insge­samt - auch bei drei und mehr Kindern. Für Alleiner­ziehende gelten pro Kind 20 beziehungsweise insgesamt 50 Arbeitstage. Bei schweren Krankheiten - zum Beispiel, wenn nur eine begrenzte Lebenserwartung bleibt – gilt der Anspruch auf Freistellung und Krankengeld unbefristet.

Dieser Artikel ist hilfreich. 452 Nutzer finden das hilfreich.