Nur jeder zweite Arbeitnehmer kennt seinen Betriebs­arzt. Das belegt eine Emnid-Studie im Auftrag des Verbands deutscher Betriebs- und Werks­ärzte. Was viele nicht wissen: Der Betriebs­arzt erscheint nicht nur jähr­lich für Impfungen im Unternehmen, sondern kann auch aufgesucht werden. Hängen gesundheitliche Probleme mit der Arbeit zusammen, etwa bei Mobbing oder durch langes Sitzen verursachte Rücken­beschwerden, ist der Betriebs­arzt der richtige Ansprech­partner. Die Behand­lungs­kosten trägt der Arbeit­geber. Vorteil: Der Betriebs­arzt kennt das Arbeits­umfeld des Patienten. So kann er häufig eine gezieltere Diagnose stellen als der Haus­arzt oder den Arbeit­geber in die Problemlösung einbeziehen. Der Schwei­gepflicht unterliegt er ebenso wie der Haus­arzt. Schon ab dem ersten Angestellten muss eine Firma mit einem Betriebs­arzt zusammen­arbeiten. Wer einen Termin machen möchte, erhält die Kontakt­daten meist über den Betriebsrat. Der weiß auch, wann der Arzt das nächste Mal im Betrieb ist.*

*Letzter Satz korrigiert am 01.11.2013.

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