Neuwagen verbrauchen weit­aus mehr Kraft­stoff, als die Auto­industrie in den offiziellen Verbrauchs­werten angibt. Der Durch­schnitts­verbrauch eines Neuwagens liegt um 23 Prozent über den offiziellen Herstel­ler­angaben, ergab eine Studie der Brüsseler Organisation „Trans­port and Environment“. Das geltende Prüf­verfahren, mit dem die Hersteller ihre Verbrauchs­angaben ermitteln, lässt der Auto­industrie eine Reihe von Schlupf­löchern. Damit lässt sich der Verbrauch im Test­verfahren ganz legal nach unten manipulieren. So werden beispiels­weise sämtliche strom­verbrauchenden Zusatz­geräte wie Klimaanlage, Sitzhei­zung und Radio abge­schaltet und die Reifen mit extrem hohem Druck aufgepumpt. Nach einer Unter­suchung im Auftrag der EU-Kommis­sion sind die Fort­schritte bei der Kohlen­dioxidreduktion nicht real, sondern auf Schlupf­löcher und mangelnde Repräsentativität des Prüf­verfahrens zurück­zuführen. Der Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv) fordert, das Prüf­verfahren für Neuwagen zu ändern.

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