Kräutermittel Meldung

Kanadische Behörden und das Berliner „arznei-telegramm“ warnen vor Kräuterprodukten, die als traditionelle chinesische Medikamente von der Firma BotanicLab vertrieben werden und bedenkliche Stoffe enthalten sollen. Die Mittel werden im Internet angeboten. In zwei Präparaten findet sich neben chemi­schen Rheumamitteln Diethylstilbestrol, ein synthetisches Östrogen, das bereits in den 70er Jahren wegen erhöhter Brustkrebsgefährdung vom Markt genommen wurde. Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft Stilbestrol verwendet haben, erkranken zudem vermehrt an Krebs und Missbildungen der Geschlechtsorgane.

Es geht um die angeblich pflanzlichen Produkte Arthrin Kapseln („gegen Gelenkbeschwerden“) und Osporo Kapseln („für ein gesundes Skelett“, „verlangsamt den Alterungsprozess“), beide mit nicht deklariertem Diethylstilbestrol. Weitere Mittel wie 50 A Plus Kapseln („schmerzlindernd für Gelenke und Sehnen“), Hepastat Kapseln („entgiften und schützen die Leber“, „seit Generationen in der chinesischen Medizin verwendet“) Neutralis Kapseln („sehr wirksam zur Behandlung und Vorbeugung von Allergien und Asthma“), Poena Kapseln (zur Entspannung von Muskeln angeboten) und Ra-Spes Kapseln („fördern die Beweglichkeit“) enthalten nicht deklarierte Rheumamittel. Vor einigen Monaten wurde bereits wegen gefährlicher Beimischungen vor den als Krebsmittel angebotenen Produkten PC-Spes und Spes gewarnt.

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