Krachmacher im Garten Meldung

Immer an den Nachbarn denken.

Nervtötende Häcksler, Motorsägen oder Laubblasgeräte – seit fast zwei Jahren müssen sie Farbe in Sachen Lärm bekennen. Denn auf allen neuen Garten- und Hobbygeräten haben die Hersteller seitdem deutlich sichtbar den Schallleistungspegel anzugeben. Doch in der Praxis ist etwa jedes dritte Gerät nicht gekennzeichnet, wie nun eine Stichprobe des Umweltbundesamtes (UBA) von 200 Gartengeräten und kleinen Baumaschinen ergab. Das UBA verlangt deshalb mehr Kontrollen. So lassen sich die schlimmsten Übeltäter schon jetzt vermeiden:

Nicht ohne Kennzeichnung: Geiz ist nur so lange geil, bis der Nachbar wegen des dröhnenden Billigheimers mit dem Kadi droht. Also lieber ein paar Euro mehr anlegen und haltbarere, leisere und deutlich gekennzeichnete Gartengeräte kaufen.

Besser Elektrogeräte kaufen: Die erzeugen in der Regel weniger Lärm als Benziner, von den Abgasen ganz zu schweigen. Gute Elektromäher bringen es auf 88 bis 94 dB(A). Kein Gartengerät sollte lauter als 100 dB(A) sein.

Hier ist Sense: Fast alle benzingetriebenen Motorsensen, Häcksler, Laubbläser und -sauger sind ein probates Mittel, um Nachbarn zu nerven. Lieber nicht. Es gibt Alternativen, zum Beispiel langsam laufende Elektrohäcksler.

Sonntag tabu: Gartengeräte (auch Rasenmäher) dürfen in Wohngebieten nur noch werktags zwischen 7 und 20 Uhr betrieben werden, wenn nicht Kommune oder Land noch schärfere Regeln erlassen haben. Motorsensen sowie Laubbläser und -sauger dürfen an Werktagen sogar nur von 9 bis 12 Uhr und 15 bis 17 Uhr angeworfen werden.

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