Kostenvoranschlag Meldung

Ein Kosten­voranschlag ist keine verbindliche Preisgarantie.

Will ein Elektrohandwerker Geld für einen Kostenvoranschlag, muss er den Kunden vorher ausdrücklich darüber informieren. Ein Hinweis nur im Kleingedruckten reicht nicht, urteilte das Oberlandesgericht Karlsruhe (Az. 19 U 57/05).

Tipp. Ein Kostenvoranschlag ist keine verbindliche Kostengarantie. Der Handwerker darf auch mehr nehmen. Wenn es etwa 15 bis 20 Prozent mehr werden, muss er den Kunden vorher informieren. Der kann dann kündigen, muss aber die bis dahin geleistete Arbeit bezahlen. Hat die Werkstatt nicht Bescheid gesagt, wird es schwierig: Dann ist nicht einfach nur der Betrag aus dem Voranschlag fällig. Vielmehr muss der Kunde für den erhaltenen Vorteil einen Ausgleich zahlen. Nur bei Festpreisen und verbind­lichen Kostenvoranschlägen darf der Unternehmer nicht mehr Geld nehmen. Um ihr Risiko zu begrenzen, setzen Handwerker bei Festpreisen allerdings oft von vornherein eine höhere Summe an.

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