Mieter müssen eine vom Vermieter geplante Modernisierung nicht dulden, wenn sie ihre Wohnung bereits selbst in vergleichbarem Umfang modernisiert haben und der Vermieter zugestimmt hat. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VIII ZR 110/11).

Ein Vermieter wollte eine Wohnung an eine für das gesamte Haus gebaute Zentralheizung anschließen. Der Mieter sollte dafür knapp 20 Euro pro Monat zahlen. Das wollte er nicht, da er zuvor mit Zustimmung des Vermieters die Kohleöfen durch eine Gasetagenheizung ersetzt hatte. Die Richter gaben dem Mieter recht. Nur wenn die Zentralheizung zu erheblichen Energieeinsparungen führe, müsse er den Anschluss dulden.

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