Kosten-ABC

Ausgabeaufschlag. Von diesem Aufschlag, der beim Kauf von Fondsanteilen fällig wird, zahlen die Investmentgesellschaften Provisionen an Banken oder an freie Vermittler. Die Ausgabeaufschläge liegen meist zwischen 1 und 6 Prozent (im Durchschnitt bei Rentenfonds 3 Prozent, bei Aktienfonds 5 Prozent).

Rabatte. Insbesondere Direktbanken und Discountbroker bieten Fonds mit bis zu 100 Prozent Rabatt auf die Ausgabeaufschläge an.

Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Einige Investmentgesellschaften, darunter zum Beispiel DWS, Deka oder DIT, bieten so genannte No-Load-Fonds oder Tradingfonds an, bei denen es keinen Ausgabeaufschlag gibt. Im Gegenzug stellen die Fondsgesellschaften dafür höhere jährliche Managementgebühren in Rechnung. Diese Fonds sind vor allem für Anleger geeignet, die sich kurz- oder mittelfristig von den gekauften Anteilen wieder trennen wollen.

Managementgebühr. Für die Verwaltung des Fonds stellen die Investmentgesellschaften jährlich Managementgebühren bis zur Höhe von 1,85 Prozent in Rechnung. Im Durchschnitt liegen die Managementgebühren bei den in Deutschland angebotenen Aktienfonds nach Angaben der britischen Fitzrovia bei 1,13 Prozent, bei Rentenfonds bei 0,70 Prozent, bei Indexfonds bei 0,52 Prozent.

Sonstige Kosten. Die übrigen Kosten wie Depotbankgebühren und Kosten für Marketing und Research fallen meist nicht mehr so stark ins Gewicht.

Gewinnbeteiligung. Bei einigen Fonds lassen sich die Fondsgesellschaften eine gute Wertentwicklung, auch Performance genannt, mit einer zusätzlichen Gewinnbeteiligung vergüten. Diese wird bei solchen Fonds in der Regel fällig, wenn der als Erfolgsmaßstab gewählte Index geschlagen wird.

Verwahrung. Auch Investmentanteile gehören in ein Wertpapierdepot, das je nach Bank oder Sparkasse mit einer jährlichen Gebühr abgerechnet wird. Preiswerter ist meistens die Verwahrung bei der Fondsgesellschaft selbst. Die Kostenpauschalen für diese Depots liegen in der Regel unter 20 Mark pro Jahr. Noch niedriger sind häufig die Depotkosten bei den Onlinebrokern. Einige Institute bieten kostenlose Depots an.

Finanztest-Analysen: In den regelmäßigen Fondsanalysen sind alle internen Kosten der Fondsgesellschaften berücksichtigt, bis auf Ausgabe- und Rücknahmeaufschläge sowie weitere Kosten beim Kauf und mögliche Depotkosten.

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