Arbeitnehmer, die Geld in eine Betriebsrente stecken, müssen befürchten, dass ihre Vorsorge in den ersten Jahren durch hohe Abschlusskosten ausgezehrt wird. Zwar fällte das Landesarbeitsgericht München 2007 ein für Beschäftigte günstiges Urteil (Az. 4 Sa 1152/06). In dem Fall hatte eine junge Frau über einige Jahre insgesamt 6 230 Euro selbst in eine Betriebsrente eingezahlt. Als sie ihre Firma verließ, waren aber nur 639 Euro auf dem Rentenkonto. Die Firma wurde verurteilt, ihr die durch Abschlusskosten an den Anbieter der Betriebsrente verlorenen rund 5 000 Euro zu erstatten.

Das Urteil bleibt aber ein Einzelfall. Zu einer Grundsatzentscheidung durch das Bundesarbeitsgericht (BAG) kommt es hier nicht, denn die unterlegene Firma hat die Revision zurückgezogen.

Rechtsklarheit bringt vielleicht ein anderes Verfahren. In einem ähnlichen Fall unterlag ein Arbeitnehmer vor dem Landesarbeitsgericht Köln (Az. 7 Sa 454/08). Er hat nun Revision beim BAG eingelegt.

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