Kosmetik für Männer

Für die Haare

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Inhalt
Kosmetik für Männer - Welche Produkte sind sinn­voll, welche nur teuer?
© Thinkstock

Männ­liche Problemzone. Mit zunehmendem Alter lichtet sich bei rund 60 Prozent der Männer das Haar. Viele leiden zudem unter fettiger Kopf­haut, knapp zwei Drittel unter Schuppen. Ein Grund ist die bei Männern vermehrte Bildung von Talg. Er bietet einen Nähr­boden für Pilze und Bakterien. Die sorgen für gereizte und juckende Kopf­haut.

test-Kommentar: Spezielles Männer-Shampoo ist meist ein sinn­voller Kauf. Frauen­produkte, besonders für längeres oder trockenes Haar, enthalten oft pflegende und glättende Substanzen, die das Problem fettiger Kopf­haut noch verstärken können. Männer-Shampoos sind eher darauf ausgerichtet, Schuppen zu beseitigen oder Haar­ausfall vorzubeugen. Ersteres können Stoffe wie Pirocton-Olamin, Climbazol, Zink-Pyrithion oder Selen­dis­ulfid. In unseren Tests (zum Beispiel Antischuppenshampoos in test 9/2007) milderten viele – auch güns­tige – Produkte die Beschwerden merk­lich. Für Haar­ausfall bieten Kosmetika hingegen noch keine Lösung. Zwar liegen zu einigen Wirk­stoffen, wie etwa Koffein, vereinzelte Studien vor. Den Effekt von Shampoos, die den Wachmacher enthalten, schätzen Experten jedoch als sehr gering ein.

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unfreiwilliger_Single am 10.07.2017 um 08:38 Uhr
Nicht ganz richtig

„Spezielle Lippen­pflege oder Hand­creme für Männer ist beispiels­weise unnötig“ dem kann ich nicht zustimmen. Gerade in der kalten Jahreszeit, oder wenn man beruflich bedingt sich oft die Hände waschen muss, ist Handcreme auch bei vielen Männern unerlässlich. Die Haut trocknet aus, wird spröde und rissig. Mit einer simplen Handcreme aus dem Supermarkt oder Drogerie lässt sich das unterbinden. Ähnlich verhält sich das mit den Lippen. Wenn man im Winter viel im Freien ist, dann empfielt sich die Benutzung von Lippenpflegeprodukten.

Antefix am 28.08.2015 um 10:24 Uhr
Kosmetik -- oder hautkranke Männer?

Wissenschaftliche Standards zu Hautkrankheiten aus der Sicht einer Hautärztin können unübersehbar auf Verkaufsstrategie Richtung "Überallerhältlichkeit" (Ubiquität) ausgerichteten "Schönheitsmitteln" (Kosmetika) - die frau also nicht mehr wie früher in ihrer Apotheke oder Drogerie anrühren lassen könnte - immer nur mit abschätzigen Zweifeln begegnen. Typischerweise vergessen Schulmediziner die angestrebte (selten studierte) Ganzheitlichkeit ihres Wirkens: Bekomme (ohne Krankenkasse: bekäme) ich für rissige Handwerkerhaut oder ständig spröde männliche 'Schmallippen' eine medizinische Salbe verordnet, werden diese Hautpartien bald wieder einwandfrei sein. Das gleiche wird mit stylish verpackter Bodylotion und teuren, mir selbst 'gegönnten' Hautcremes auch passieren -- aber mit viel positiverem Selbstbewusstsein und langanhaltendem Zugehörigkeitsgefühl. Zu den Gesunden, Schönen und Reichen.