Kosmetik für Männer

Für das Gesicht

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Kosmetik für Männer - Welche Produkte sind sinn­voll, welche nur teuer?
© Thinkstock

Fett statt Falten. Männ­liche Haut ist bis zu 20 Prozent dicker als weibliche. Das sind nur einige Mikro­meter, doch sie machen einen großen Unterschied: Männerhaut ist robuster, reagiert weniger empfindlich auf Berührung, Schmerz oder Temperaturwechsel. Die darunter­liegenden Kollagenfasern sind dichter vernetzt als bei Frauen, Falten entstehen meist später. Pro zehn Quadratzenti­meter Haut­oberfläche produzieren Männer täglich bis zu 3 Milligramm Talg, Frauen nur etwa 1,5. Männerhaut ist deshalb in der Regel groß­poriger, Akne, Pickel und fettige Haut sind häufiger und oft stärker ausgeprägt.

test-Kommentar: Männer-Gesichts­cremes können sich lohnen. Frauen­produkte sind für die fettigere Haut der Herren oft zu reichhaltig. Das gilt besonders für Nacht- und Anti-Aging-Cremes und Produkte, die auf reife oder trockene Frauenhaut zuge­schnitten sind. Gesichts­creme für Männer sollte vor allem Feuchtig­keit spenden. UV-Schutz wirkt früh­zeitiger Hautalterung entgegen. Im letzten Test von Männergesichtspflege (test 5/2008) schnitten mehrere Produkte gut ab. Bei Unreinheiten können Männer und Frauen Gele und Suspensionen mit Benzoylper­oxid nutzen. Es gibt sie in der Apotheke.

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2 Kommentare Diskutieren Sie mit

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unfreiwilliger_Single am 10.07.2017 um 08:38 Uhr
Nicht ganz richtig

„Spezielle Lippen­pflege oder Hand­creme für Männer ist beispiels­weise unnötig“ dem kann ich nicht zustimmen. Gerade in der kalten Jahreszeit, oder wenn man beruflich bedingt sich oft die Hände waschen muss, ist Handcreme auch bei vielen Männern unerlässlich. Die Haut trocknet aus, wird spröde und rissig. Mit einer simplen Handcreme aus dem Supermarkt oder Drogerie lässt sich das unterbinden. Ähnlich verhält sich das mit den Lippen. Wenn man im Winter viel im Freien ist, dann empfielt sich die Benutzung von Lippenpflegeprodukten.

Antefix am 28.08.2015 um 10:24 Uhr
Kosmetik -- oder hautkranke Männer?

Wissenschaftliche Standards zu Hautkrankheiten aus der Sicht einer Hautärztin können unübersehbar auf Verkaufsstrategie Richtung "Überallerhältlichkeit" (Ubiquität) ausgerichteten "Schönheitsmitteln" (Kosmetika) - die frau also nicht mehr wie früher in ihrer Apotheke oder Drogerie anrühren lassen könnte - immer nur mit abschätzigen Zweifeln begegnen. Typischerweise vergessen Schulmediziner die angestrebte (selten studierte) Ganzheitlichkeit ihres Wirkens: Bekomme (ohne Krankenkasse: bekäme) ich für rissige Handwerkerhaut oder ständig spröde männliche 'Schmallippen' eine medizinische Salbe verordnet, werden diese Hautpartien bald wieder einwandfrei sein. Das gleiche wird mit stylish verpackter Bodylotion und teuren, mir selbst 'gegönnten' Hautcremes auch passieren -- aber mit viel positiverem Selbstbewusstsein und langanhaltendem Zugehörigkeitsgefühl. Zu den Gesunden, Schönen und Reichen.