Checkliste Arztsuche

Lassen Sie sich genügend Zeit, bevor Sie sich unters Messer legen. Denn auch Schönheitsoperationen bergen Risiken. Durch die Auswahl eines geschulten Chirurgen können sie diese jedoch gering halten. test.de sagt, worauf Sie bei der Arztsuche achten sollten.

  • Ausbildung. In Deutschland gibt es bisher keine Ausbildung zum „Schönheitschirurgen“. Deshalb kann jeder Arzt diesen Titel führen. Nur plastische und Wiederherstellungs-Chirurgen qualifizieren sich im Rahmen ihrer Ausbildung für die verschiedenen kosmetischen Eingriffe. Erste Anhaltspunkte bieten die Mitgliederlisten der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie (DGPW) und der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC)
  • Komplikationen. Informieren Sie sich umfassend über Komplikationen, die während und nach der Operation auftreten können. Nutzen Sie dazu Literatur, das Internet und auch Ihren Hausarzt. Fragen Sie auch im Beratungsgespräch nach Risiken des Eingriffs.
  • Erfahrungen. Suchen Sie den Kontakt zu Personen, die sich bereits operieren ließen. Ihr Frauenarzt, Hausarzt oder die Kosmetikerin können Ihnen dabei helfen. Über den Ruf eines Arztes wissen Kosmetikerinnen oder Apotheker in der Umgebung oft gut Bescheid.
  • Qualifikationen. Informieren Sie sich bei mindestens drei Chirurgen. Anhand der verschiedenen Beratungsgespräche können Sie die Qualifikation eines bestimmten Arztes besser beurteilen. Fragen Sie die Ärzte auch nach ihrer Ausbildung und nach Weiterbildungen im Bereich ästhetischer Chirurgie. Fragen Sie den Arzt auch, wie häufig er den von Ihnen gewünschten Eingriff bereits durchgeführt hat.
  • Ablauf. Lassen Sie sich den genauen Ablauf der Operation bereits im Beratungsgespräch erklären. Besonders wichtig: Operiert der Arzt oder ein Assistent, gibt es Vollnarkose, was wird im Einzelnen gemacht? Erkundigen Sie sich auch nach Alternativen zu dem von Ihnen gewünschten Eingriff.
  • Bedenkzeit. Ein seriöser Arzt wird Ihnen nach dem ersten Beratungsgespräch genug Bedenkzeit einräumen. Unter Umständen bietet er Ihnen sogar eine zweite Beratung an. Sie sollten mißtrauisch werden, wenn der Operationstermin noch in derselben Woche stattfinden soll, in der Sie das Beratungsgespäch haben. Längere Wartezeiten sind meist ein gutes Zeichen.
  • Kosten. Die Kosten sollten das allerletzte Entscheidungskriterium sein. Geben Sie lieber etwas mehr Geld aus, schließlich geht es um Ihre Gesundheit. Lassen Sie sich unbedingt aufschlüsseln, welche Leistungen im genannten Betrag enthalten sind. In jedem Fall sollten die Kosten für die Nachsorge und der Umgang mit Komplikationen vertraglich geregelt werden.
  • Abraten. Rät der Arzt von dem Eingriff ab oder teilt er Ihnen mit, das gewünschte Ergebnis sei nicht erreichbar, dann ist dies meist ein deutliches Anzeichen für seine Qualifikation. Nehmen Sie diesen ärztlichen Rat ernst und tingeln Sie nicht weiter von Praxis zu Praxis, bis Sie einen anderen Chirurgen gefunden haben. Sie werden dann mit dem Ergebnis unzufrieden, aber trotzdem um einige tausend Euro ärmer sein.

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