Schönheitsoperation

Sie sind gesund. Trotzdem legen sich viele Menschen freiwillig auf den Operationstisch. Ihr Ziel: eine neue Nase, eine schlankere Figur oder weniger Falten. In Deutschland finden jährlich etwa 350.000 dieser Schönheitsoperationen statt. Die Tendenz ist steigend – trotz möglicher Risiken und hoher Kosten. Damit Betroffene ihren Eingriff später nicht bereuen, sind eine sorgfältige Arztwahl und intensive Beratungsgespräche besonders wichtig. test.de klärt auf über mögliche Risiken und bietet eine Checkliste für die Arztsuche.

Besonders beliebt

Ganz oben auf der Liste der Schönheitsoperationen steht das Fettabsaugen, gefolgt von Brustoperationen und Nasenkorrekturen. Doch auch Gesichtsliftings und Laserbehandlungen (Falten, Altersflecke, Feuermale etc.) holen mächtig auf. Ebenfalls beliebt um Falten loszuwerden: Mit einer Spitze wird das Nervengift Botox unter die Haut gespritzt und lähmt Muskeln, die für die Faltenbildung verantwortlich sind.

Embolie und Schock

Doch was viele vergessen: Auch Schönheitsoperationen sind Operationen – und die bergen Risiken. So kann es beim Fettabsaugen zu Verletzungen von Nerven, Muskeln, größeren Blutgefäßen oder auch zu Thrombosen und Lungenembolien kommen. Bei Brustvergrößerungen ist eine Kapselfibrose möglich, die starke Schmerzen verursacht. Und bei einer Nasenkorrektur können dauerhafte Atemschwierigkeiten auftreten. Generell sind schlechte Wundheilung, Narbenwucherungen und Hautverfärbungen möglich.

Ausbildung und Beratung

Das Risiko steigt, wenn Betroffene den falschen Arzt auswählen – längst sind nicht nur Spezialisten am Werk. In Deutschland fehlt eine geschützte Berufsbezeichnung. Jeder Arzt kann sich Schönheitschirurg, kosmetischer oder ästhetischer Chirurg nennen. Nur plastische Chirurgen haben eine Facharztausbildung, die auch kosmetische Eingriffe umfasst. Wichtig ist auch, dass der Arzt ein ausführliches Beratungsgespräch mit seinen Patienten führt. Dies dient ebenfalls dazu, das Risikopotenzial gering zu halten.

Hohe Kosten

Schönheitsoperationen sind zudem nicht billig. Beispiel: Die Preise für das Fettabsaugen liegen zwischen 1.500 und 7.000 Euro – je nach Eingriff. Das ist viel Geld. Vor allem vor dem Hintergrund, dass niemand vorher sagen kann ob das Ergebnis am Ende zufriedenstellend ist.

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