Kosmetikinstitute

Kosmetik Special

Ein Besuch bei der Kosmetikerin ist nicht nur gut für die Haut, sondern auch für das allgemeine Wohlbefinden. Allerdings nur, wenn die Behandlung fachgerecht durchgeführt wird. Immerhin: In Deutschland reicht ein Gewerbeschein um ein Kosmetikstudio zu betreiben. Eine Meisterprüfung wie beim Frisörberuf ist nicht notwendig. Doch es gibt Anzeichen an denen Verbraucher erkennen können, ob die Kosmetikerin ihr Handwerk nur in einem Schnellkurs oder etwa auf einer stattlich anerkannten Schule erlernt hat.

Individuell Entspannen

Die Kosmetikerin sollte sich für jede Kundin genügend Zeit nehmen. Gerade bei neuen Kunden muss sie zunächst den Hauttyp bestimmen und sich nach möglichen Allergien oder Krankheiten erkündigen – nur so bekommt die Kundin auch eine individuell abgestimmte Behandlung. Um richtig zu entspannen, sollten die Kabinen voneinander abgetrennt sein. Auch leise Entspannungsmusik kann den Erholungsprozess fördern.

Beliebte Gesichtsbehandlung

Am häufigsten wünschen Kunden eine Gesichtsbehandlung. Diese ist nicht in jedem Kosmetikinstitut gleich, dafür ist die Auswahl an Pflegeprodukten zu groß. Zudem können Kosmetikerinnen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Behandlung setzten. Das Standardrepertoire einer Behandlung sollte aber so aussehen:

Reinigen und Klären. Mit einem zum Hauttyp passenden Reinigungspräparat entfernt die Kosmetikerin zunächst Make-up und Hautunreinheiten. Zur anschließenden Klärung benutzt sie ein Gesichtswasser.

Augenbrauen zupfen. Nach dem Klären zupft die Kosmetikerin die Augenbrauen in Form. Achtung: Bei starkem Wuchs kann das extra kosten.

Peeling. Es folgt ein Peeling, dass die Haut gründlich reinigt. Dampf oder auch warme Kompressen öffnen die Poren und erleichtern die Reinigung. Bei geplatzten Äderchen (Couperose) sollte die Kosmetikerin allerdings darauf verzichten.

Unreinheiten. Hautunreinheiten wie Mitesser oder Pickel sollten schonend ausgerückt werden. Eine gute Behandlung hinterlässt kaum rote Flecken.

Maske. Um die Haut wieder zu beruhigen trägt die Kosmetikerin eine Maske auf, die eine Weile einziehen sollte.

Massage. Vor oder nach der Maske sollte das Gesicht mindestens 20 Minuten massiert werden.

Pflege und Make-up. Die überschüssige Pflegereste der Maske nimmt die Kosmetikerin mit einer warmen Kompresse ab und trägt dann eine Tagescreme auf. Meist gibt es abschließend noch ein Tages-Make-up.

Eine Gesichtsbehandlung dauert meist um die eineinhalb Stunden. Neben dem Gesicht sollte die Kosmetikerin auch den Hals und das Dekolleté einbeziehen. Die Preise liegen etwa zwischen 45 und 75 Euro.

Checkliste Kosmetikinstitute

Damit Ihr Besuch bei einer Kosmetikerin auch das gewünschte Ergebnis bringt, sollten Sie sich nicht für ein beliebiges Institut entscheiden. Einige wenige Anhaltspunkte helfen, damit Sie eine gut ausgebildete Kosmetikerin und ein seriöses Pflegeinstitut erkennen:

Kosmetikerin. Lange Fingernägel (Verletzungsgefahr) und tiefbraune Haut (zuviel Sonne) lassen mangelnde Fachkenntnis vermuten.

Kabinen. Die Kabinen sollten in separaten Räumen untergebracht und nicht nur durch Vorhänge getrennt sein. Denn Gespräche von nebenan oder laufende Waschmaschinen stören bei der Entspannung.

Gesundheit. Allergien oder Krankheiten der Kundin (beispielsweise Bluter- oder Zuckerkrankheit) sollte die Kosmetikerin unbedingt vor der Behandlung mit der Kundin besprechen. Nur so kann sie in der Behandlung darauf eingehen und Risiken vermeiden.

Hygiene. Benutzte Instrumente, insbesondere das Milienskalpell, gehören in den Sterilisator oder in ein Desinfektionsbad. Zigaretten, Lebensmittel und Getränke haben absolut nichts in der Kabine zu suchen.

Produkte. Diese sollten für jeden Hauttyp und in verschiedenen Preisklassen vorrätig sein. Die Kosmetikerin muss Inhaltsstoffe und Wirkungsweise erklären können.

Angebot. Eine Kosmetikerin mit kompletter Ausbildung wird in Allgemeinen auch ein breites Leistungsspektrum anbieten. Dazu gehören neben der Gesichtsbehandlung auch Maniküre, Pediküre und Ganzkörperbehandlungen.

Preise. Im Salon sollten Preislisten aushängen und gut verständlich sein. Auf mögliche Zusatzkosten muss die Kosmetikerin vor der Behandlung hinweisen.

Reklamation. Eine gute Kosmetikerin bietet bei Problemen eine kostenlose Nachbehandlung an. Unverträgliche Produkte sollten zurück genommen werden.

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