Füße

Kosmetik - Pflege von Kopf bis Fuß

Die Füße werden von den meisten bei der Körperpflege vernachlässigt. Und das, obwohl sie täglich Schwerstarbeit leisten. Ein Mensch läuft durchschnittlich 160.000 Kilometer in seinem Leben – also viermal um die Erde. Doch irgendwann macht sich die Vernachlässigung der Füße bemerkbar: Hornhaut, Fußbrennen oder schwere Beine sind die Folge. Damit die Füße bis ins hohe Alter gesund bleiben, müssen schon im Kindesalter bestimmte Regeln eingehalten werden. Doch auch in späteren Jahren können Sie viel dafür tun, damit es Ihren Füßen gut geht. test.de sagt, was wichtig ist und gibt Tipps für Diabetiker. Denn sie müsse bei der Fußpflege besonders aufpassen.

Bimsstein und Hobel

Gerät die Fußhaut längere Zeit unter Druck, entsteht Hornhaut. Sie schützt tiefer liegendes Gewebe. Trotzdem sollte die Hornhaut regelmäßig mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile bearbeitet werden. Denn wenn sie unkontrolliert wächst, können Schwielen auftreten, die einreißen oder sich entzünden. Besonders gut klappt die Entfernung nach einem Wannen- oder Fußbad. Die Haut ist dann weicher.

Hornhaut kann starke Schmerzen verursachen, wenn Sie nach innen wächst und auf Nervenenden drückt – ein so genanntes Hühnerauge ist entstanden. Spezielle Pflaster oder Tinkturen entfernen sie meist nach einigen Tagen, indem sie die Verhornungen aufweichen.

Knipser und Nagelzange

Auch das Schneiden der Zehennägel geht nach einem Bad leichter. Die Nägel sollten mit Knipser oder Nagelzange relativ gerade geschnitten werden. Nur die Ecken müssen leicht abgerundet sein, damit sich die Nägel nicht in Strümpfen verhaken. Die gerade Form der Nägel ist wichtig, denn zu kurz oder zu rund abgeschnitten, können diese in das Nagelbett einwachsen. Das verursacht Schmerzen.

Eincremen und pflegen

Damit die Fußhaut geschmeidig bleibt, braucht sie regelmäßig eine Pflegecreme – am besten nach dem Waschen oder einer Hornhautbehandlung. Besonders wichtig ist dies an den Fußsohlen, da sich hier keine Talgdrüsen befinden. Die Haut trocknet hier mit zunehmendem Alter aus. Dabei muss es nicht immer eine teure Spezialcreme sein. In vielen Fällen reicht auch eine normale Hautcreme.

Bewegung und Schuhwerk

Füße brauchen nicht nur Pflege, sondern auch viel Bewegung - am besten barfuß. Das stärkt die Muskulatur, erhöht die Beweglichkeit von Zehen und Fußgelenken und fördert die Durchblutung. Auch regelmäßige Fußmassagen sind sinnvoll. Sie stärken zudem noch das allgemeine Wohlbefinden. Doch auch das Schuhwerk ist wichtig. Die Füße müssen in den Schuhen genügend Platz haben. Auch sollten die Absätze nicht zu hoch sein. Denn zu enge und unbequeme Schuhe sind die Ursache für die meisten Beschwerden. Daher ist es wichtig, schon bei Kindern auf bequemes Schuhwerk zu achten.

Pflege für Diabetiker

Zuckerkranke müssen besonders sorgfältig auf ihre Füße achten: Diabetes führt oft zu Durchblutungsstörungen und schlechter Wundheilung. Daher kann es schon bei kleinsten Rissen oder Druckstellen zu bleibenden Schäden kommen. Wenn Nervenstörungen das Schmerzempfinden ausschalten kann es durch mangelnde Kontrolle im Extremfall sogar zu Amputationen kommen. Daher müssen Diabetiker täglich Ihre Füße sorgfältig inspizieren. Druckstellen sollten vermieden werden. Weiche, bequeme Schuhe helfen dabei. Scheren, Hornhauthobel und andere spitze Gegenstände sind bei der Fußpflege tabu. Das gilt auch für Hühneraugen- oder Hornhautpflaster, -salben und -tinkturen mit ätzenden Wirkstoffen wie beispielsweise Salizylsäure. Diese können die Haut verletzen und zu Infektionen führen.

Tipp: Ein so genannter diabetologisch geschulter Fußpfleger behandelt Schwielen, Hühneraugen und eingewachsene Nägel. Die Krankenkassen müssen die Kosten übernehmen, wenn bei Diabetikern durch die Fußpflege Krankheiten verhindert werden. Allerdings muss eine spezielle ausgebildete Fachkraft die Behandlung durchführen. Wenn Sie Blasen, Rötungen, Geschwüre oder Pilzinfektionen bemerken, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

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