Haare

Zu dünn oder zu dick, zu lockig oder zu glatt – viele sind mit ihrer Haarpracht unzufrieden und versuchen durch verschiedene Mittel und Methoden dies zu ändern. Doch von innen lässt sich das Haar nicht stärken. Egal was die Werbung verspricht: Feines Haar bleibt immer fein. Äußerlich lässt sich jedoch viel tun. Ein guter Haarschnitt oder eine Dauerwelle können beispielsweise mehr Volumen geben. Doch ebenso wichtig ist es, die Haare gut zu pflegen, damit sie nicht struppig und glanzlos werden. test.de gibt Tipps.

Haarspaltereien vermeiden

Zu Beginn sind die Haare noch völlig gesund: Die schützende Schuppenschicht jedes einzelnen Haares ist geschlossen. Dann allerdings kommt viel auf die Haare zu: Starkes Kämmen, Färben, Fönen, Sonne und Salzwasser sind nur einige Stressfaktoren. Sie greifen die Schutzschicht an. Die Kittsubstanz zwischen den Schuppen löst sich auf, die Schuppen stehen ab. Das Ergebnis: Die Haare werden poröser, lassen sich schwerer kämmen und brechen sogar ab. Sie sollten daher, wann immer es geht, die Haare schonen. Lassen Sie sich zudem regelmäßig die Haarspitzen schneiden.

Spülungen und Kuren

Für strapazierte Haare gibt es spezielle Pflegemittel. Pflegespülungen sollen das Kämmen der Haare nach dem Waschen erleichtern, die Schuppenschicht der Haare glätten und zu mehr Fülle und Glanz verhelfen. Wer es schnell mag, kann auch so genannte Two-in-one-Shampoos benutzen. Sie erledigen Waschen und Pflegen in einem Schritt. Haarkuren bewirken so ziemlich dasselbe wie Pflegespülungen. Doch da sie länger auf dem Haar einwirken, pflegen sie nachhaltiger.

Täglich waschen

Ob einmal am Tag oder nur einmal pro Woche – jeder kann seine Haare waschen, sooft er möchte. Denn es ist nicht erwiesen, dass die Haare bei täglicher Wäsche tatsächlich schneller nachfetten. Manche Haarpracht lässt sich auch gar nicht anders bändigen. Allerdings kann die Wäsche die Haare auch belasten. Denn sie sind nass empfindlicher, da die schützende Schuppenschicht aufquillt. Um das Haar zu schonen, reichen eine haselnussgroße Menge Shampoo und ein „Waschgang“ völlig aus.

Gutes Shampoo

Das Angebot an Shampoos ist groß, das richtige zu finden aber gar nicht schwer. Ein gutes Shampoo sollte immer folgendes leisten:

  • Nach der Wäsche muss ein Kamm mühelos durch das Haar gleiten. Dieses sollte geschmeidig sein und glänzen – egal ob es noch nass oder schon trocken ist.
  • Das Haar darf sich nicht statisch aufladen, also „fliegen“.
  • Bei frisch gewaschenem Haar sollte das Volumen etwas zunehmen. Zu viele Pflegestoffe belasten es dagegen zu stark – das Haar hängt „traurig“ herab.
  • Die Menge an Schaum, die sich beim Waschen bildet, sagt nicht viel über die Reinigungswirkung. Produziert ein Shampoo viel Schaum kann dies als optischer Effekt vom Hersteller auch so gewollt sein.

Haare und Sonne

Haare leiden unter zu viel Sonne: Die UV-Strahlen dringen bis ins Innere der Haare vor, bleichen die Haarpigmente aus und greifen die Struktur an. Das Haar lässt sich dann schlechter kämmen und wird stumpf. Besonders schädlich ist die Kombinaton von Sonne und Salz- oder Chlorwasser. Zwar gibt es bereits Kosmetikprodukte, die speziellen UV-Schutz und Pflege für die Haare bieten. Doch diese sind in der Fachwelt noch umstritten. Sie gehen auf Nummer Sicher, wenn Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Baden. Waschen Sie abends unbedingt die Haare, wenn Sie im Salz- oder Chlorwasser gebadet haben. Benutzen Sie ein Shampoo für strapaziertes Haar. Eine Spülung pflegt zusätzlich.
  • Fönen. Auch wenn es länger dauert: Am besten ist es, wenn Sie das Haar an der Luft trocknen lassen. Wenn es doch einmal schnell gehen soll, fönen sie Ihr Haar auf niedriger Stufe – zu hohe Temperaturen schaden.
  • Haarfarben. Gehen Sie nach dem Urlaub nicht sofort zum Friseur, um gefärbte Haare aufzufrischen. Geben Sie Ihrem Kopf lieber etwas Zeit, bevor die nächste Strapaze ansteht.
  • Haarkur. Wirkt das Haar spröde, reichen mildes Shampoo und Pflegespülung oft nicht mehr aus. Gönnen Sie den Haaren daher eine Haarkur. Sie wirkt länger, da die Pflegestoffe reichhaltiger dosiert sind und auch länger auf dem Haar verbleiben. Verwenden Sie Kuren aber nicht zu oft. Die Haare werden dann nur mit Pflegestoffen überfrachtet, wirken schwer und fühlen sich pappig an.
  • Kopfbedeckung. Sonnenhut oder Kopftuch schützen das Haar immer noch am besten.
  • Shampoo. Benutzen Sie ein mildes Shampoo. Auch Kindershampoos eignen sich für Erwachsene. Wichtig: Waschen Sie die Haare immer nur kurz und nur mit einer haselnussgroßen Menge an Shampoo – das ist völlig ausreichend.
  • Sonnenmilch. Sie können sich zum Schutz vor UV-Strahlen auch Sonnenmilch in die Haare kneten. Das ist allerdings nicht jedermanns Geschmack, denn die Haare sind dann klebrig und sehen fettig aus.

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