Koronare Herzkrankheit Sport statt Operation

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Bewegung hilft Herzkranken besser als Hightechmedizin, so eine Studie am Herzzentrum der Uni Leipzig.

Die Studie: Die Kardiologen hatten rund 100 Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt. Bei Patienten der einen Gruppe wurden die verengten Herzkranzarterien mit einem Ballonkatheter aufgeweitet und mit einem stützenden Drahtgeflecht (Stent) versorgt. Die anderen mussten täglich 20 Minuten auf dem Fahrradergometer strampeln. Alle Patienten, im Schnitt 60 Jahre alt, erhielten eine Standardmedikation.

Das Training: Für die Sportgruppe ermittelten die Ärzte den optimalen Trainingspuls – er sollte bei 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz liegen. Etwa zwei Wochen lang trainierten die Patienten täglich unter ärztlicher Aufsicht. Danach sollten sie zuhause täglich mindestens 20 Minuten auf dem Fahrradergometer trainieren.

Die Ergebnisse: Erste Erfolge der Trainingsgruppe deuteten sich bereits nach einem Jahr an. Doch auch nach fünf Jahren erreichten die sportlich Aktiven die Ziellinie mit besseren Ergebnissen als Patienten mit einem Gefäßeingriff, so Studienleiterin Dr. Claudia Walther beim Jahreskongress der American Heart Association. Herz-Kreislauf-Probleme wie Herzinfarkt oder Schlaganfall traten in der Sportgruppe seltener auf: 32 von 51 Patienten (63 Prozent) blieben verschont. In der Operationsgruppe waren es nur 20 von 50 Patienten (40 Prozent).

Das Fazit: Das Training schützte die Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit besser als ein operativer Eingriff (Stent) am Herzen.

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