CDs und DVDs ohne Kopierschutz

Für mich:
Ich habe mir eine Jazz-CD gekauft. Darf ich sie fürs Auto und für meine Frau kopieren?

  • Ja. „Zum privaten Gebrauch“ sind einzelne Kopien nach Paragraf 53 Absatz 1 des Urheberrechtsgesetzes erlaubt. Voraussetzung: Die CD ist nicht kopiergeschützt und wurde nicht „offensichtlich rechtswidrig“ hergestellt. Das heißt, sie darf keine als solche erkennbare Raubkopie (siehe www.gvu.de) sein. Erlaubt sind Kopien für sich selbst, etwa fürs Auto, und für alle, zu denen man in enger sozialer Beziehung steht, „durch ein persönliches Band verbunden“ ist, wie der Bundesgerichtshof sagt. Dazu können Freunde und Verwandte, ja sogar Kollegen zählen. Wie viele Kopien pro CD erlaubt sind, steht nicht im Gesetz. Die Grenze liegt bei sieben. Achtung: Bei PC-Programmen ist nur eine Sicherungskopie zulässig.
    Tipp 1: Auch Kopien von (zulässigen) Kopien und geliehenen CDs sind erlaubt. Für Zweck und Anzahl gelten die Regeln wie bei Kauf-CDs. Oft kopiergeschützt: Leih-DVDs.
    Tipp 2: Unabhängig davon, ob die CD Ihnen oder Ihrem Freund gehört: Sie dürfen ihn um eine Kopie bitten oder in seinem Auftrag eine machen, dann aber gratis. Nur den Rohling kann man sich erstatten lassen.

Für Kollegen:
Darf ich auch meine 20 Kegelbrüder mit Kopien der fantas­ti­schen Jazz-CD beschenken?

  • Nein. Hier wirds problematisch, da bei 20 Kegelfreunden das engere Umfeld verlassen wird. Außerdem sind mit 20 Stück die „einzelnen Kopien“ deutlich überschritten (siehe Antwort „Für mich“).

Zum Verkauf:
Ich habe mir „Meine Tophits“-CD zusammengestellt. Darf ich sie auf dem Gemeindebasar verkaufen?

  • Nein. Auch wenn die Songs dafür von nicht kopiergeschützten CDs stammen: „Meine Tophits“ dürfen Sie nur für den privaten Gebrauch nutzen, nie jedoch, um sie zu verkaufen. Wer das tut, riskiert eine Menge Kosten rund um Abmahnung, Unterlassung und Schadenersatz, im schlimmsten Fall außerdem noch eine Geldstrafe.

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