In den Niederlanden haben Menschen durch ein leicht entflammbares Kopflausmittel aus Silikonölen schwere Verbrennungen erlitten. Im aktuellen Fall geht es um Etopril mit 4 Prozent Dimeticon und 96 Prozent Cyclometicon. Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen in Österreich hat aufgrund von Tests berichtet, dass „Haare zusammen mit dieser Substanzkombination heftigst brennen ... und … schwer bzw. kaum noch zu löschen sind“. Das Berliner „arznei-telegramm“ nennt weitere Details: So sollen zwei Kinder mit einem Feuerzeug gespielt haben, ein weiteres in die Nähe einer Kerze geraten sein. In Frankreich brannten die Haare einer Frau nach Anzünden einer Zigarette. Ducray Itax, das Silikonöl und Dimeticon enthält, erhielt jetzt einen Warnhinweis, Nyda (Dimeticon) hat ihn bereits seit 2006 in der Gebrauchsanweisung. Bei Etopril steht dort, dass behandeltes, nicht trockenes Haar auch vom Haartrockner fernzu­halten ist. In Frankreich gilt das bis zum Ausspülen, also für acht Stunden.

Tipp: Kopflausmittel ohne Silikonöl aus test 9/08 finden Sie im Test Mittel gegen Kopfläuse.

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