Geräusch­minderung: So funk­tioniert es

Technik. Umge­bungs­geräusche werden per Mikrofon aufgenommen und über einen batterie­gespeisten Verstärker als Gegen­schall an die Kopf­hörer weitergeleitet. Schall und Gegen­schall verringern sich wie Plus und Minus bei einer Addition im Ideal­fall auf Null, die Außen­geräusche werden ausgelöscht.

Sicherheit. Die Systeme arbeiten am wirk­samsten bei nied­rigen und mitt­leren Frequenzen. Sprach- und Notsignale sind wegen ihrer hoch­frequenten Anteile weiterhin hörbar. Sie werden nicht mitsamt den Neben­geräuschen beseitigt.

Im Flugzeug. Am besten arbeiten die „Noise Guards“ bei tieffrequenten Geräuschen, wie sie im Flugzeug durch Turbine, Strömung der Außen­luft und Belüftung auftreten. Die höherfrequenten Kabinen­durch­sagen bleiben verständlich.

Im Auto. Hier werden auch die Reifenroll­geräusche unterdrückt.

In der Bahn. Hier sind sie weniger wirk­sam. Viele Frequenz­anteile liegen ober­halb des Wirkungs­bereichs.

Am Arbeits­platz. Umge­bungs­geräusche (Klima­anlage, Elektrogeräte) werden ebenfalls unterdrückt.

Gehör­schutz. Mit den Anti-Radau-Kopf­hörern sind über­tönende Pegel beim Musikhören unnötig. So schützen sie gleich doppelt das Gehör.

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