Konto für Kinder und Jugend­liche

FAQ Kinder- und Jugend­konten

Konto für Kinder und Jugend­liche - Bei diesen Banken ist das Konto gratis
Taschengeld im Blick. Ein Jugend­konto hilft, in Finanz­fragen selbst­ständig zu werden. © Getty Images / RgStudio

Ab wann kann mein Kind ein eigenes Konto haben? Was ist bei der Konto­eröff­nung zu beachten? Hier beant­worten wir die wichtigsten Fragen zum Thema.

Konto für Kinder und Jugend­liche Testergebnisse für 206 Jugend­girokonten

Inhalt

Alter, Unterlagen, Karten, Zinsen

Nach welchen Kriterien wähle ich ein Kinder- oder Jugend­konto aus?

Die Haus­bank der Eltern kommt dann infrage, wenn auch alle anderen Kriterien zum jungen Kunden passen: So sollte nicht nur die Konto­führung gratis sein, sondern auch die Karte zum Konto.

Die Bank sollte keine anderen Bedingungen stellen – etwa den Kauf eines Genossen­schafts­anteils oder einen regel­mäßigen Geld­eingang.

Außerdem sollte die Bank genügend Auto­maten fürs kostenlose Geld­abheben bieten. Wer Bargeld an einem Geld­automaten zieht, der nicht zur eigenen Bank oder zum Banken­verbund gehört, muss dafür bezahlen (Wo Bankkunden kostenlos Geld ziehen).

Tipp: In unserem Vergleich Jugendkonten können Sie nach verschiedenen Kriterien filtern. Außerdem sehen Sie auf einen Klick, zu welchen Konten es Prepaid- oder Stan­dard-Kreditkarten gibt und was sie kosten.

Wie alt muss mein Kind für das erste Giro­konto sein?

Den idealen Zeit­punkt gibt es nicht. Bei vielen Banken ist eine Konto­eröff­nung von Geburt an möglich, anderswo geht das erst für Schul­kinder – und manchmal muss das Kind mindestens zwölf Jahre alt sein. Bei Direkt­banken – die keine Filiale haben – muss man sogar meist voll­jährig sein, um ein Konto eröffnen zu können.

Eltern entscheiden am besten anhand der Entwick­lung des Kindes, wann ihr Kind bereit für ein eigenes Konto ist. Der Branchen­verband Deutsche Kredit­wirt­schaft empfiehlt: „Kinder ab zwölf Jahre haben in der Regel die Fähig­keit, eigen­ver­antwort­lich über das eigene Geld zu verfügen.“ Eltern könnten das monatliche Taschengeld regel­mäßig per Dauer­auftrag auf das Konto ihres Kindes über­weisen und junge Menschen lernen so den Umgang mit Konto und Karte.

Müssen beide Eltern bei der Konto­eröff­nung dabei sein?

Ja, zur Konto­eröff­nung gehen beide Eltern mit dem Kind in die Filiale – möglichst nachdem sie einen Termin vereinbart haben. Dort müssen sich alle ausweisen. Manche Banken erlauben, dass erst ein Eltern­teil mit dem Kind die Konto­eröff­nung erledigt und der andere an den Tagen danach seine Unter­schriften dort leistet. Anderen genügt es, wenn einer vom anderen eine Voll­macht zur Konto­eröff­nung mitbringt.

Was braucht es zur Eröff­nung eines Kinder- oder Jugend­kontos?

Für die Konto­eröff­nung legen beide Eltern und das Kind den Personal­ausweis oder Reisepass vor. Hat das Kind noch keinen Ausweis oder Pass, dient die Geburts­urkunde als Legitimation. Außerdem ist die Steuer-Identifikations­nummer des Kindes notwendig. Diese erhalten Sie bei Geburt vom Bundeszentralamt für Steuern. Sollte sie Ihnen nicht mehr vorliegen, müssten Sie sich dorthin wenden.

Ob beide Eltern bei der Konto­eröff­nung persönlich anwesend sein müssen oder ob ein Eltern­teil das andere per Voll­macht zur Konto­eröff­nung auto­risieren darf, hängt von der Bank ab. Sind Voll­jährige noch Schüler, Auszubildende, Studenten oder im freiwil­ligen sozialen Jahr, benötigen sie neben dem Personal­ausweis/Reisepass häufig auch einen Nach­weis der jeweiligen Ausbildungs­stätte, um die Sonder­konditionen zu bekommen.

Was ist, wenn die Eltern getrennt sind?

Sind Eltern getrennt, geschieden oder ist einer verstorben, geht der Sorgeberechtigte mit dem Kind zur Bank. Meist wollen Banken dann auch die Sorgerechts­bestätigung, Scheidungs- oder Ster­beurkunde sehen.

Gibt es zum Kinder- und Jugend­konto auch eine Kreditkarte?

Ja, die gibt es für Minderjäh­rige auch. Es handelt sich dann eine Prepaid-Kreditkarte auf Guthabenbasis: Jugend­liche können damit nur so viel ausgeben, wie sie vorher auf die Karte geladen haben. Manchmal ist die Prepaid-Kreditkarte kostenlos, ansonsten reicht die Spanne von 5 bis 42 Euro pro Jahr.

Prepaid-Kreditkarten sind gut geeignet für Kinder und Jugend­liche auf Reisen. Eltern können Geld auf die Karten laden, falls das Guthaben nicht reicht. Manchmal lässt sich damit kostenlos Bargeld am Auto­maten ziehen.

Zahlen die Banken Zinsen für Guthaben auf Kinder- und Jugend­konten?

Ja, einige Banken zahlen Zinsen auf die Guthaben von Kinder- und Jugend­konten, meistens aber nur 0,5 Prozent oder weniger. Sie sind damit kaum nennens­wert. Höhere Zinsen zahlen einige regionale Banken nur bis zu bestimmten Höchst­beträgen.

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28 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Tobias_74 am 13.04.2022 um 09:12 Uhr
Neobanken / Taschengeld Apps

@Stiftung_Warentest
Neuerdings gibt es auch spezielle Angebote für Kids von Neobanken wie Revolut Junior, Pockid oder die Bling Card. Es lohnt sich diese Angebote in den Vergleich aufzunehmen.

michaelfischer am 02.03.2022 um 09:15 Uhr
Kinderkonto - Unterschrift vom Kind

@Stiftung_Warentest
Herzlichen Dank für Ihre schnelle und kompetente Abtwort! Dann steht einer Eröffnung des Kinderkontos nichts mehr im Weg.

Profilbild Stiftung_Warentest am 28.02.2022 um 12:46 Uhr
Kinderkonto - Unterschrift vom Kind

@michaelfischer: Formal rechtlich können die sorgeberechtigten Eltern auch ohne die Zustimmung / Unterschrift des Kindes ein Kinderkonto eröffnen. Warum Ihre Sparkasse auf jeden Fall die Unterschrift des Kindes verlangt, bitten wir konkret vor Ort nachzufragen.
Bedenklich finden wir den Einbezug des Kindes nicht, da der Kontovertrag ohne die Genehmigung der Eltern nicht zustande kommt. Wenn diese die Vertragsbedingungen akzeptieren, ist das Kind daran gebunden, unabhängig davon, ob die Sorgeberechtigten allein unterschrieben haben oder gemeinsam mit dem Kind.

michaelfischer am 26.02.2022 um 14:30 Uhr
Kinderkonto - Unterschrift vom Kind

Hallo,
wir wollen für unsere Tochter bei der örtlichen Sparkasse ein Kinder-Girokonto eröffnen, um sie langsam an den Umgang mit Konto, Karte und Onlinebanking zu gewöhnen. Wir haben alles in die Wege geleitet und waren zur Legitimation auch auf der Bank. Das Vertragwerk (insgesamt mehr als 50 Seiten) wurde uns jetzt nach wenigen Tagen zur Interschrift zugeschickt. Die Bank verlangt jedoch nicht nur von uns Eltern mehrere Unterschriften, sondern auch von unserer Tochter. Sie ist in ihrem zarten Alter von 11 Jahren jedoch unmöglich in der Lage dieses komplexe Vertragswerk zu verstehen. Deshalb haben wir Eltern höchste Bedenken unsere Tochter diesen Vertrag wirklich unterschreiben zu lassen. Ist es wirklich übli h, dass die Bank die Unterschrift eines 11-jährigen Kindes verlangt? Oder reicht es, wenn die gesetzlichen Vertreter unterzeichnen.

fbir am 06.09.2021 um 11:25 Uhr
Ostsee Sparkasse RO - Online Banking eingeschränkt

Hallo,
wollte gerade das OK-Konto mit Online-Banking Zugriff des Kindes beantragen. Lt. Hotline geht das nur in der Filliale vor Ort wenn die Erziehungsberechtigten nicht ebenfalls Kunden sind.
Damit sollte das Konto nicht uneingeschränkt als Bundesweites Angebot beworben werden dürfen, da es zur bundesweiten vollen Nutzung Einschränkungen gibt. Bitte in der Datenbank anpassen.
Höchstalter ist für das OK-Konto auch immer 17 Jahre - Danach muss auf ein anderes Kontomodell gewechselt werden.