Konto für Kinder und Jugend­liche Test

Giro­konten für Kinder und junge Leute bieten nahezu alle Banken und Sparkassen an. Die Stiftung Warentest hat die Konditionen für 0 Giro­konten für junge Leute von 112 Banken verglichen und ermittelt, ob und zu welchen Bedingungen Kinder, Schüler, Auszubildende und Studenten ein Konto eröffnen können. Erfreulich: 100 Banken im Test bieten insgesamt 125 kostenlose Jugendkonten mindestens bis zum Ausbildungs­ende an.

Gratiskarte und viele Auto­maten

Die Haus­bank der Eltern kommt dann infrage, wenn auch alle anderen Kriterien zum jungen Kunden passen. So sollte nicht nur die Konto­führung gratis sein, sondern auch die Karte zum Konto. 100 Banken in unserem Test erfüllen diese Bedingungen und stellen auch keine anderen Bedingungen – wie den Kauf eines Genossen­schafts­anteils oder einen regel­mäßigen Geld­eingang. Außerdem sollte die Bank genügend Auto­maten fürs kostenlose Geld­abheben bieten. Wer Bargeld an einem Geld­automaten zieht, der nicht zur eigenen Bank oder zum Banken­verbund gehört, muss dafür bezahlen. Pro Abhebung können das bis zu 5 Euro sein.

Das bietet der Kinder­konto-Vergleich der Stiftung Warentest

Konto­bedingungen im Über­blick. Die Stiftung Warentest hat ermittelt, ob und zu welchen Bedingungen Kinder, Schüler, Auszubildende und Studenten ein Konto eröffnen können. Unsere Tabelle zeigt die Konditionen für 0 Jugendgirokonten von 112 Banken.

Inter­aktive Tabelle. In unserer Tabelle können Sie nach verschiedenen Kriterien filtern. Außerdem sehen Sie auf einen Klick, zu welchen Konten es Prepaid- oder Stan­dard-Kreditkarten gibt.

Tipps. Wir sagen, welche Nach­weise bei Minderjäh­rigen für die Konto­eröff­nung nötig sind und welche Taschengeld-Regeln sinn­voll sind.

Heft­artikel. Sie haben kostenlos Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt Jugend­girokonten aus Finanztest 2/2019.

Giro­konten für Erwachsene. Es gibt sie noch: Kostenlose Giro­konten, bei denen alle Buchungen inklusive sind, die Girocard nichts kostet und keine Bedingungen zu erfüllen sind. Der große Girokonto-Vergleich der Stiftung Warentest bietet Details von derzeit 278 Konto­modellen von 121 Banken.

Zinsen kaum nennens­wert

72 Banken (76 Konto­modelle) zahlen Gutha­benzinsen: Jugendkonten mit Guthabenzinsen. Meistens betragen diese aber nur 0,5 Prozent oder weniger. Sie sind damit kaum nennens­wert. Höhere Zinsen zahlen einige regionale Banken bis zu bestimmten Höchst­beträgen, wie die Hamburger Volks­bank: Sie gibt 3 Prozent für Guthaben bis 500 Euro. Ebenfalls 3 Prozent bietet die Förde Sparkasse (Mein­Konto Knax) für maximal 1 000 Euro. Das gibt es auf keinem Erwachsenen­konto. Allerdings profitieren davon nur Kunden aus den Geschäfts­gebieten der jeweiligen Banken.

Das richtige Alter fürs Kinder­konto

Den idealen Zeit­punkt für das erste Giro­konto gibt es nicht. Viele Banken im Test eröffnen Konten von Geburt an, andere erst für Schul­kinder, und manchmal muss das Kind mindestens zwölf Jahre alt sein. Insbesondere Direkt­banken – die keine Filialen haben – eröffnen sogar erst für Voll­jährige ein Giro­konto. Wann das Kind bereit für ein eigenes Konto ist, entscheiden Eltern am besten anhand der Entwick­lung des Kindes. Der Branchen­verband Deutsche Kredit­wirt­schaft empfiehlt: „Kinder ab zwölf Jahre haben in der Regel die Fähig­keit, eigen­ver­antwort­lich über das eigene Geld zu verfügen.“ Eltern könnten das monatliche Taschengeld regel­mäßig per Dauer­auftrag auf das Konto ihres Kindes über­weisen und junge Menschen lernten so den Umgang mit Konto und Karte.

Eltern müssen Konto­eröff­nung begleiten

Zur Konto­eröff­nung gehen beide Eltern mit dem Kind in die Filiale – möglichst nachdem sie einen Termin vereinbart haben. Dort müssen sich alle ausweisen. Manche erlauben, dass erst ein Eltern­teil mit dem Kind die Konto­eröff­nung erledigt und der andere an den Tagen danach seine Unter­schriften dort leistet. Anderen genügt es, wenn einer vom anderen eine Voll­macht zur Konto­eröff­nung mitbringt.

Online­banking möglich

Gleich bei Konto­eröff­nung können sich die jungen Leute entscheiden, ihr Konto auch online zu nutzen. Insgesamt 129 Konto­modelle bieten mindestens ein kostenloses Online­banking-Verfahren: Jugendkonten mit kostenlosem Onlinebanking. Viele Banken haben auch eine Banking-App, mit der sie den Konto­stand checken, Umsätze nach­voll­ziehen, Über­weisungen erledigen und sich über jede Konto­bewegung informieren lassen können. Die Zugangs­daten für das Konto und die Debitkarte (Girocard, früher EC-Karte) kommen per getrennter Post, allgemein dauert das etwa zehn Tage. Mit der Plastikkarte können die Jugend­lichen im Laden bezahlen und auch Geld abheben – auch im Ausland. Am Anfang können Eltern bei vielen Jugend­konten für Bargeld­abhebungen Höchst­beträge pro Woche oder Monat fest­legen.

Kein Dispokredit für Jugend­liche

Es besteht keine Gefahr, dass ein Jugend­licher mehr ausgibt, als sein Konto hergibt. Giro­konten für Minderjäh­rige führen alle Banken nur auf Guthabenbasis. Einen Dispositions­kredit, bei dem das Konto ins Minus rutscht, gibt es erst für Voll­jährige – meist auch erst, wenn sie ein regel­mäßiges Einkommen haben.

Kreditkarten für Auslands­reisen

Es gibt auch eine Kreditkarte zum Giro­konto für Minderjäh­rige – das ist dann eine Prepaid-Kreditkarte auf Guthabenbasis: Der Konto­inhaber kann damit nur so viel ausgeben, wie er vorher auf die Karte geladen hat. Nur wenige Banken haben dieses Angebot nicht. Bei insgesamt 35 Konten ist die Prepaid-Kreditkarte ohne Einschränkungen kostenlos: Jugendkonten mit kostenloser Prepaid-Kreditkarte. Ansonsten reicht die Spanne von 5 bis 42 Euro pro Jahr. Prepaid-Kreditkarten sind gut geeignet für Kinder und Jugend­liche auf Reisen. Eltern können von zu Hause aus Geld auf die Karten laden, falls das Guthaben nicht reicht. Manchmal lässt sich damit kostenlos Bargeld am Auto­maten ziehen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 21.01.2019 gepostet wurden, beziehen sich auf eine ältere Fassung dieser Unter­suchung.

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