Ahnungslos geben viele Anleger ihrem Finanzamt in der Steuererklärung 2009 grünes Licht für den automatisierten Kontenabruf. Durch Angaben in den Formularen stimmen sie zu, dass die Behörde ihre Konten und Depots ermittelt. Nimmt das Finanzamt die Gelegenheit wahr, können nicht deklarierte Zinsen, Spekulationsgewinne und andere Steuersünden auffliegen und auch Fragen nach der Herkunft des Geldes auslösen.

Das Einverständnis zum Kontenabruf ­geben Anleger unbemerkt an folgenden Stellen in der Steuererklärung:

  • Sie beantragen die „Günstigerprüfung“ mit der Zahl 1 in Zeile 4 auf der Anlage KAP, weil ihr persönlicher Steuersatz günstiger als die Abgeltungsteuer von 25 Prozent ist.
  • Das Finanzamt soll außergewöhnliche Belastungen wie Arztkosten anerkennen. Anleger tragen deshalb im Mantelbogen in Zeile 73 ihre Kapitaleinnahmen ein oder sie bestätigen in Zeile 72, dass ihre Kapitaleinnahmen nicht höher als der Sparerpauschbetrag sind.
  • Spender machen im Mantelbogen in Zeile 57 Angaben zu ihren Kapitaleinnahmen, damit sie hohe Spenden absetzen können.

Tipp: Prüfen Sie, ob Sie Kapitaleinkünfte verschwiegen haben. Besprechen Sie Steuersünden mit einem Steuerberater, bevor es zum Kontenabruf kommt.

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