Unser Rat

Steuererklärung. Füllen Sie Ihre Steuer­erklärung ehrlich aus. Wenn Sie keine ­Einnahmen verheimlichen oder Kosten frisieren, sind Sie auf der sicheren Seite.

Kontenabruf. Aus Ihrem Steuerbescheid ersehen Sie, ob die Finanzbeamten Sie mit einer Kontenabfrage überprüft haben. Dann kennen die Beamten zunächst die Zahl Ihrer Konten und Depots, jedoch noch nicht die Kontenbewegungen.

Richtigstellen. Fragt das Finanzamt gezielt nach Ihrem Sparvermögen, sollten Sie umgehend in einem formlosen Brief antworten. Vermeiden Sie dabei Wörter wie „Selbstanzeige“ und „Steuerhinterziehung“. Bevor Sie erläutern, in welchen Jahren und in welcher Höhe Sie als steuerlicher Laie versehentlich steuerpflichtige Erträge in Ihrer Steuererklärung vergessen haben, sollten Sie sich mit einem Steuerberater oder Vertreter vom Lohnsteuerhilfeverein beraten. Diese prüfen für Sie auch Möglichkeiten zum Steuernsparen.

Straffrei. Damit das Geständnis strafbefreiend wirkt, müssen Sie alle Einnahmen des fraglichen Steuerjahres lückenlos für das Finanzamt aufführen. Außerdem müssen Sie die ausstehende Steuerschuld und die fälligen Nachzahlungszinsen (6 Prozent pro Nachzahlungsjahr) pünktlich bezahlen. Straffrei gehen Sie aber nur aus, wenn die Finanzbehörde noch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat.

Verjährung. Möglicherweise ist die Sache verjährt. Die Verjährungsfrist beträgt bei leichtfertiger Steuerverkürzung fünf Jahre, bei Steuerhinterziehung zehn Jahre. Das Finanzamt kann also bis zu zehn Jahre zurück Steuern und Hinterziehungszinsen nachfordern. Die Frist beginnt meist mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem Sie die Steuererklärung eingereicht haben.

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