Kontaktlos bezahlen Mit Karte oder Handy zahlen – so funk­tionierts

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Kontaktlos bezahlen - Mit Karte oder Handy zahlen – so funk­tionierts
Terminal. Nur Ranhalten – so schnell geht bezahlen mit dem Handy. Hier finden Sie alle Infos rund ums kontaktlose Bezahlen. © EURO Kartensysteme GmbH

Kontaktlos zahlen in Sekunden – das geht mit der NFC-Technik. Die Zahlungen sind mit vielen Girocards oder Kreditkarten möglich, aber auch mit Smartphone oder Smartwatch.

Lesen Sie auf dieser Seite:

Kontaktlos oder mobil bezahlen – das Wichtigste in Kürze

Das sollten Sie wissen

Bezahlen mit der Karte.
Kontaktloses Bezahlen ist mitt­lerweile mit nahezu allen Girocards und Kreditkarten möglich – und zwar über­all da, wo das Zeichen mit den vier Funk­wellen angebracht ist. Es steht für NFC, dem interna­tionalen Stan­dard für kontaktlose Daten­über­tragung.
Bezahlen per Smartphone.
Mit Apps wie „Apple Pay“ und „Google Pay“ oder Banken-Apps wie „Mobiles Bezahlen“ der Sparkassen* können Sie mit Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch kontaktlos bezahlen. Dafür muss Ihre Bank mit diesen Dienst­leistern koope­rieren. Das tut nicht jede Bank. Für fast alle Zahlungs­vorgänge mit Smartphone oder Smartwatch müssen die Geräte mit einem NFC-Chip ausgestattet sein (Liste aller Smartphones mit NFC-Chip).
Kunden-Apps.
Eine Besonderheit sind Kunden-Apps etwa von Edeka, Netto oder Payback. Hier funk­tioniert kontaktloses Bezahlen auch ohne NFC-Technologie. Als Kundin oder Kunde sollten Sie wissen, dass solche Anbieter jede Menge Kunden­daten sammeln.
Test­ergeb­nisse.
Unser Test Bezahlen mit dem Handy (12/2019) befasst sich mit Sicherheit, Allgemeinen Geschäfts­bedingungen, Daten­sende­verhalten und Daten­schutz­erklärungen von zwölf populären Bezahl-Apps. Auf test.de finden Sie zudem einen großen Vergleich von Kreditkarten, und auch Girokonten testet die Stiftung Warentest regel­mäßig.
Bezahlen mit der Swatch.
Das Besondere am Schweizer Bezahl­dienst Swatch-Pay ist, dass Kunden auch mit einer analogen Uhr zahlen können, die mit einem NFC-Chip ausgestattet ist. Solche Uhren gibt es schon ab 75 Euro – weit­aus güns­tiger als Smartwatches. Welche Vorteile und Schwächen dieses Bezahl-Verfahren hat, erfahren Sie in unserem Schnell­test Swatch-Pay
Sicherheit.
Girocard und Kreditkarten sind auch mit der Kontaktlos-Funk­tion sichere Zahlungs­mittel. Miss­brauch erschweren Sie, indem Sie die Karten sorgfältig aufbewahren und die Geheim­nummern keinem verraten. Beim Zahlen mit Smartphone oder Smartwatch werden Zahlungs­daten durch die sogenannte Tokenization abge­sichert. Kreditkarten- oder Konto­nummer der Kunden bleiben stets geheim. Kontrollieren Sie bei beiden Zahlungs­arten die Konto­bewegungen regel­mäßig, damit Sie falsche Abbuchungen sofort melden können.
Sperre.
Lassen Sie eine Kontaktlos-Karte sofort sperren, wenn Sie sie verloren haben oder sie Ihnen gestohlen wurde. Das geht meist über den zentralen Sperr­notruf 116 116, der rund um die Uhr erreich­bar ist. Geht Ihr ­Smartphone oder Ihre Smartwatch verloren, melden Sie das Ihrer Bank oder ­Ihrem Finanz­dienst­leister.

*korrigiert am 2. März 2022

Kontaktlos zahlen mit Kredit- oder Girocard

Kontaktlos bezahlen - Mit Karte oder Handy zahlen – so funk­tionierts
Kontaktlos-Funk­tion. Neue Karten haben sie auto­matisch. © Getty Images / Yagi Studio

Karte. Nahezu alle Kreditkarten und Girocards besitzen mitt­lerweile einen NFC-Chip. Damit sind sie geeignet für das kontaktlose Bezahlen an allen Kassen, die mit dem Kontaktlos-Symbol – den vier Funk­wellen – gekenn­zeichnet sind.

Zahlen. Halten Sie Ihre Karte nah an die Kontakt­stelle des Kassen­terminals. Beträge bis 50 Euro können Sie so in der Regel ohne Pin oder Unter­schrift bezahlen.

Sicherheit. Zahlen Sie mehr­mals hinter­einander kontaktlos, wird die Eingabe der Pin auch verlangt, wenn der Betrag unter 50 Euro liegt. Die Sicher­heits­abfrage der Geheimzahl ist meist spätestens nach der fünften kontaktlosen Zahlung fällig. Die Finanz­dienst­leister können aber auch andere Bedingungen fest­legen – etwa nach jeder dritten kontaktlosen Zahlung oder wenn bei mehreren Zahlungen ohne Pin die Grenze von 150 Euro erreicht wurde.

Kontaktlos bezahlen mit dem Handy

Kontaktlos bezahlen - Mit Karte oder Handy zahlen – so funk­tionierts
NFC-Schnitt­stelle. Die meisten aktuellen Smartphones sind damit zum kontaktlosen Bezahlen ausgestattet. © Getty Images / Yagi Studio

Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone ist nicht mehr nur mit Kreditkarten von Visa oder Mastercard möglich, sondern auch mit der Girocard (ehemals EC-Karte), sofern die Bank eine digitale Girocard anbietet. Ob Ihre Bank dabei ist, sehen Sie in unserem Girokonto-Vergleich.

Nicht alle Banken machen mit

Nicht nutzen kann sie zum Beispiel, wer sein Konto bei einer der Groß­banken hat – Commerz­bank, Deutsche Bank, Hypo­ver­eins­bank, Post­bank, Santander. Auch bei einigen Direkt­banken wie Comdirect, DKB, N26 und Tomorrow gibt es die digitale Girocard nicht, sondern nur die Plastikkarte. Diese Banken setzen meist auf eine digitale Kreditkarte von Visa oder Mastercard.

Tech­nische Voraus­setzungen

In der Regel bieten die Kredit­institute die virtuelle Girocard kostenlos an. Es müssen drei tech­nische Voraus­setzungen erfüllt sein:

  • Der Kunde wurde von seiner Bank für das Online­banking frei­geschaltet,
  • sein Smartphone ist NFC-fähig und
  • hat ein von der Bank unterstütztes Betriebs­system.

Betriebs­system. Zwei von drei Banken unterstützen sowohl Android als auch iOS, die anderen nur Android.

App. Wer die Bezahl-App seiner Bank auf das Smartphone lädt und zum Einrichten der Schritt-für-Schritt-Anleitung folgt, kann loslegen. Bei den Sparkassen heißt die App „Mobiles Bezahlen“, bei den Sparda-Banken „Digitales Bezahlen“. IPhone-Nutzer gehen über die Verknüpfung mit Apple Pay (siehe unten).

Bezahl­vorgang. Die Zahlung selbst läuft ähnlich wie bei einer Karte mit Kontaktlos-Funk­tion: einfach durch Davor­halten des Geräts an das Kassen­terminal (Test Bezahlen mit dem Handy.

Google Pay koope­riert mit Part­nerbanken und Paypal

Die Anzahl der Banken und Finanz­dienst­leister, mit denen Google Pay koope­riert, nimmt zu. Mit dabei sind etwa Comdirect, Commerz­bank, DKB, Klarna und N26. Google Pay koope­riert auch mit Paypal, so dass Besitzer eines Android-Handys, die keine Kreditkarte koope­rierender Banken oder Finanz­dienst­leister besitzen, Google Pay nutzen können.

Apple Pay als Bezahl-App

Auch Konkurrent Apple bietet mit Apple Pay eine vergleich­bare Bezahl-App an. Als Partner konnte Apple Pay unter anderem die Comdirect, Deutsche Bank, Hypo­ver­eins­bank, ING und N26 gewinnen. Seit Dezember 2019 koope­rieren auch die Sparkassen, Commerz­bank, Noris­bank und LBBW mit Apple Pay. Seit Ende August 2020 können Sparkassen-Kunden mit iPhone oder Apple Watch über die Girocard kontaktlos zahlen. Dazu müssen sie die Karten­daten in der Apple-Wallet hinterlegen. Bis dahin waren Apple-Pay-Zahlungen bei den Sparkassen nur über Kreditkarten möglich.

Samsung Pay mit Solaris Bank als Partner

Seit Ende Oktober 2020 ist Samsung Pay in Deutsch­land verfügbar. Der Bezahl­dienst des südkorea­nischen Elektronik­konzerns funk­tioniert auf vielen Galaxy-Smartphones. Bei ganz neuen Modellen dieser Serie ist die Samsung Pay App schon installiert. Bezahlen geht auch über Samsung Galaxy Smartwatchs mit der Galaxy Wearable App. Die Identifizierung für Samsung Pay kann mit allen Banken durch­geführt werden, die eine deutsche Iban (interna­tionale Bank­leitzahl) ausgeben. Partner dafür ist die Solaris­bank, die mit dem Kreditkarten­anbieter Visa koope­riert. Für das zu verknüpfende Haus­bank­konto muss Online-Banking ermöglicht sein. Bezahlt werden kann an allen Stellen, an denen kontaktlose Visa-Zahlungen möglich sind.

Alternativen zu NFC

Kontaktlos mit ihren Geräten zahlen können auch Smartphone-Besitzer, deren Banken keine eigenen Bezahl-Apps anbieten und nicht mit Apple Pay oder Google Pay koope­rieren. Kunden-Apps von Anbietern wie Edeka, Netto oder Payback funk­tionieren ohne NFC-Technik. Kunden müssen bei diesen Apps beispiels­weise im Geschäft einen Code anfordern, den sie an die Kontakt­stelle des Kassen­terminals halten.

Google Pay und Apple Pay auf dem Smartphone einrichten

Um kontaktlos bezahlen zu können, benötigen Sie ein Handy, das Near Field Communication (NFC) beherrscht (Liste NFC-fähiger Handys). Dann können Sie in wenigen Schritten die Bezahl­funk­tion Ihres Android-Smartphones oder iPhones akti­vieren:

Schritt 1

Je nach Smartphone verwenden Sie Google Pay (Geräte mit Android-Betriebs­system) oder Apple Pay (iPhones). Ob das jeweilige System mit Ihrer Bank funk­tioniert, können Sie auf deren Webseite heraus­finden oder Sie fragen Ihren Kundenberater. Bei Google Pay können Sie alternativ auch ein Paypal-Konto mit einem (beliebigen) hinterlegten Bank­konto verwenden.

Schritt 2

Wenn Sie ein iPhone haben, öffnen Sie zum Einrichten die App „Wallet“. Handelt es sich um ein Android-Handy, laden Sie sich die App „Google Pay“ aus dem Play Store herunter und starten sie. Über das Plus­symbol beginnen Sie mit dem Prozess, Ihr Konto mit dem Zahlungs­system zu verbinden. Geben Sie den Namen Ihrer Bank ein.

Schritt 3

Nun werden Sie zur jeweiligen Banking-App weitergeleitet oder aufgefordert, Ihre Bank­karte mit der Handykamera zu scannen. Gegebenenfalls müssen Sie fehlende Informationen wie die Karten­prüf­nummer ergänzen und ­einen Code eingeben, den die Bank Ihnen per SMS schickt. Bei Android-Smartphones müssen Sie unter Umständen die NFC-Funk­tion manuell in den Einstel­lungen akti­vieren.

Schritt 4

Es kann losgehen. Sie haben jetzt alle Voraus­setzungen erfüllt, um erst­mals mit dem Handy zahlen zu können. Entsperren Sie Ihr Android-Telefon an der Laden­kasse und halten es mit der Rück­seite an das Kartenlesegerät. Wenn Sie ein iPhone nutzen, authentifizieren Sie sich – sofern vorhanden – über die Home-Taste auf der Vorderseite oder drücken Sie zweimal die Seiten­taste. Anschließend halten Sie das Telefon an das Kartenlesegerät. Hat das Bezahlen funk­tioniert, erscheint auf allen Geräten eine Bestätigung, zum Beispiel ein Häkchen.

FAQ: Antworten auf häufige Fragen zum kontaktlosen Bezahlen

Ist kontaktloses Bezahlen dasselbe wie mobiles Bezahlen?

Nein. Kontaktloses Bezahlen meint in erster Linie das Bezahlen in einem Laden mit der Girocard oder Kreditkarte, wobei die Karte nicht in einen Kassen­terminal gesteckt wird. Als Kunde halten Sie Ihre Plastikkarte nur vor das Lesegerät an der Laden­kasse – in Sekunden­schnelle ist die Ware bezahlt. Der Begriff „mobiles Bezahlen“ verweist dagegen auf Zahl­vorgänge mit Smartphone, Smartwatch oder Tablet, die im Laden oder auch online statt­finden. Mit Smartphone oder Smartwatch können Sie auch das kontaktlose Bezahl­verfahren nutzen.

Wie funk­tioniert kontaktloses Bezahlen mit Karte?

Kontaktloses Bezahlen funk­tioniert mit Girocards und Kreditkarten, die mit einem sicht­baren Mikrochip und einer unsicht­baren Funk­antenne ausgestattet sind. Die Karte und das Lesegerät kommunizieren mittels NFC-Technik miteinander. Die Abkür­zung steht für die eng­lische Bezeichnung Near Field Communication (Nahfeld­kommunikation). Es ist ein interna­tionaler Über­tragungs­stan­dard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Stre­cken per Funk.

Wenn das Kassen­terminal den fälligen Betrag anzeigt, halten Sie Ihre Karte in einer Entfernung von höchs­tens vier Zenti­metern an das Lesegerät. Chip und Lesegerät tauschen die zum Bezahlen nötigen Daten aus: Karten­nummer, Gültig­keits­datum und Betrag. Ein kurzes Piepen oder ein optisches Signal bestätigt die Zahlung. Diese wird – wie sonst auch – der Bank des Kunden gemeldet, sein Konto wird belastet und das Geld dem Händler gutgeschrieben.

Das Limit für kontaktloses Bezahlen mit der Kreditkarte und Girocard liegt derzeit meist bei 50 Euro.

Wie funk­tioniert mobiles Bezahlen mit dem Smartphone?

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Smartwatch. Träger müssen zum Bezahlen nur ihren Arm an die Kontakt­stelle halten. © Getty Images / Yagi Studio

Beim Zahlen mit dem Smartphone oder der Smartwatch kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz (Test Bezahlen mit dem Handy). Der Groß­teil der Apps funk­tioniert über NFC-Schnitt­stellen. Wenn das der Fall ist, entsichert der Kunde in der Regel sein Smartphone, öffnet eine App und hält das Gerät an die Kontakt­stelle des Kassen­terminals. Auch dabei wird die Zahlung mit einem akustischen oder optischen Signal bestätigt.

Smartwatches werden meist bereits beim Anlegen entsperrt. Wenn sie ununterbrochen am Hand­gelenk getragen werden, bleiben sie bis zu 24 Stunden entsichert. Die Träger müssen an der Kasse nur noch ihren Arm im richtigen Winkel an die Kontakt­stelle halten. Einige App-Anbieter nutzen auch Techno­logien, die nicht über NFC-Schnitt­stellen laufen.

Teils werden in der App Strich- oder QR-Codes erzeugt, teils fordern die Kunden über die App eine Einmal-Pin an, die sie an der Kasse nennen oder über­tragen müssen. Möglich ist es bei einigen Banken-Apps auch, dass an einer NFC-Schnitt­stelle eine Karten-Pin einge­geben wird.

Woran erkenne ich, ob ich mit der Karte kontaktlos bezahlen kann?

Kontaktlos bezahlen - Mit Karte oder Handy zahlen – so funk­tionierts
NFC-Symbol. An Kassen mit diesem Zeichen können Kunden kontaktlos bezahlen – mit Karte oder Smartphone.

Meist trägt die Karte auf der Vorderseite das Symbol für kontaktlose Anwendungen: Vier aneinander­liegende Bögen, die Funk­wellen darstellen. Diese Funk­tion wird in der Regel akti­viert, wenn Sie Ihre Karte erst­mals in Kontakt mit einem Gerät einsetzen, entweder zum Bezahlen mit Unter­schrift oder Pin oder zum Geld­abheben am Auto­maten.

Für welche Beträge ist kontaktloses Bezahlen geeignet?

Sie können jede beliebige Summe bis zu Ihrem Karten­limit kontaktlos begleichen. Bei Beträgen in der Regel über 50 Euro müssen Sie mit der Karten-Pin bestätigen oder mit Ihrer Unter­schrift. Zur Sicherheit gibt es zusätzliche Abfragen: Nach einer bestimmten Anzahl von Bezahl­vorgängen oder wenn beispiels­weise 150 Euro kontaktlos bezahlt wurden, wird auch bei Summen unter dem Limit eine Pin oder Unter­schrift gefordert.

Auch beim mobilen Zahlen mit Smartphone oder Smartwatch gilt mitunter ein Limit. Bis zu einem bestimmten Betrag reicht es, das Gerät vor das Kassen­terminal zu halten. Liegt die Summe, die gezahlt werden muss, über dem Limit, muss das Gerät etwa durch die Eingabe einer Pin oder durch ein biome­trisches Verfahren entsperrt werden.

Ist kontaktloses Bezahlen so sicher wie Barzahlen?

Kontaktloses Bezahlen ist nicht risikoreicher als herkömm­liche Zahlungen mit Karte. Der Chip funkt über höchs­tens vier Zenti­meter und zwar keine persönlichen Daten wie Adresse oder Name des Karten­inhabers. Nur spezielle Lesegeräte können die Signale empfangen und entschlüsseln. Aus Versehen kann jemand also nicht bezahlen.

Selbst wenn Betrüger Kreditkarten­daten unbe­merkt auslesen, können sie damit nur bei Händ­lern im Internet einkaufen, die die vorgeschriebenen Sicher­heits­abfragen, etwa die Prüfziffer oder die zusätzliche Kenn­wort­abfrage (3-D-Secure-Verfahren) nicht einsetzen. Wer dennoch unsicher ist, kann seine Karte mit einer speziell beschichteten Hülle schützen. Sie verhindert, dass der Chip unbe­merkt ausgelesen werden kann. Bei Onlinehänd­lern kann man solche Hüllen für unter 10 Euro bestellen.

Beim Zahlen mit Smartphone muss das Gerät oder die App immer entsperrt werden - etwa durch die Eingabe einer Pin oder durch ein biome­trisches Verfahren wie die Finger­abdruck­erkennung. Zudem wird jeder Zahlungs­vorgang durch die sogenannte Tokenization abge­sichert. Das ist ein Verfahren, das aus der Karten­nummer des Kunden eine Stell­vertreter­nummer für Zahlungen ableitet. Kreditkarten- oder Konto­nummer der Kunden bleiben durch die Tokenization stets geheim.

Ist die Funk­tion für kontaktloses Bezahlen auf den Giro- und Kreditkarten abschalt­bar?

Ja, das ist bei einigen Banken möglich. Viele Direkt­banken erlauben das allerdings nicht. Fragen Sie am besten bei Ihrer Haus­bank nach. Kunden von Volks- und Raiff­eisen­banken können die Kontaktlosfunk­tion ihrer Karten am Geld­automaten deaktivieren und wieder akti­vieren. Manchmal ist es auch möglich, die Funk­tion online abzu­schalten. Sparkassen-Kunden können die Deaktivierung nur in der Filiale bei einem Berater erledigen lassen.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

halsbandschnaepper am 25.02.2022 um 09:03 Uhr
@BÄRENHOF32 Kontaktloses Bezahlen

"Ich finde,die Banken müssten einen
Betrag von minestens 100.-- Euro auf den Kartenchip aufspielen."
Hier liegt ein großes Missverständnis vor. Die Banken spielen kein Geld auf den Kartenchip. Das gab es mal und nannte sich GeldKarte. Gibt es aber kaum noch und 2024 ist komplett schluß damit.
Bei der kontaktlosen Zahlung wird nichts von und auf einen Chip gespielt. Der RFID-Chip sendet die Zahlungsdaten und das egal über welche Höhe. Aber bei einer bestimmten Höhe und anderen Sicherheitsfaktoren wird die Bestätigung mit dem PIN verlangt. Bisher konnte ich so um die 50 Euro ohne Bestätigung bezahlen. Mit GooglePay oder ApplePay können Sie auch kontaktlos bezahlen. Beides ohne PIN. Allerdings müssen sie z.B mit dem Iphone mit Face-ID (Gesichtserkennung) oder Code vorher die Bezahlung erlauben.

Profilbild Stiftung_Warentest am 17.02.2022 um 16:37 Uhr
Debitkarten / Mietwagen

@alle: Grundsätzlich werden Chargecards und klassische Kreditkarten (mit und ohne Teilzahlung) bei Autovermietungen akzeptiert. Bei Debitkarten kann es zu Einschränkungen bei der Akzeptanz kommen. Wenn die Autovermietung vor Ort ihre Debitkarte zur Hinterlegung der Sicherheit nicht akzeptiert, bekommen Sie den Wagen u.U. nicht ausgehändigt, obwohl Sie zuvor bezahlt haben.

s-kip am 17.02.2022 um 08:56 Uhr
@j.o.h

Die Kosten der Bargeldhandhabung (Zählen, zur Bank bringen, Wechselgeld beschaffen, Kassendifferenzen aufklären, Lagerung, Diebstahl, etc) würden mich auch brennend interessieren.

s-kip am 17.02.2022 um 08:53 Uhr
@casriel

„Allerdings gibt es Stimmen im Internet, die berichten, dass die Debitkarte im Ausland nicht akzeptiert wurde.“ Das ist Unfug. Sie können mit der Visa- Debit- Karte überall dort bezahlen, wo Visa akzeptiert wird. Es kann vereinzelt Probleme geben, wenn Beträge zunächst nur reserviert werden (z.B. Kautionen von Autovermietungen oder - eher teuren - Hotels, weil die Debit Karte keinen eigenen Kreditrahmen hat). Ich halte dieses oft geschilderte Problem aber für überschätzt. Letztlich will die Autovermietung Autos vermieten und das Hotel Zimmer verkaufen. Es ist für mich nicht vorstellbar, wenn hier wirklich keine Lösung gefunden würde. Abgesehen davon verstehe ich nicht, was ihr Beitrag mit dem Thema des Test- Artikels „kontaktloses Zahlen“ zu tun hat.

Casriel am 16.02.2022 um 09:35 Uhr
Die Einführung der Debitkarte ändert alles.

Die DKB führt die Debitkarte ein. Die VISA-Kreditkarte kann danach nur noch gegen eine Gebühr von 2,49€/Monat weitergeführt werden. Wie es sich bei anderen Banken verhält, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings gibt es Stimmen im Internet, die berichten, dass die Debitkarte im Ausland nicht akzeptiert wurde.