Handy ans Terminal halten – bezahlt. Hier finden Sie alle Infos rund ums kontaktlose Bezahlen.

Kontaktlos Bezahlen in Sekunden­schnelle – das geht dank der NFC-Technik. Die Abkür­zung steht für Near Field Communication – „Nahfeld­kommunikation“. Das funk­tioniert mitt­lerweile mit vielen Giro- oder Kreditkarten, aber auch mit dem Smartphone oder der Smartwatch: Neben Apple Pay und Google Pay bieten unter anderem auch die Sparkassen, die Volks- und Raiff­eisen­banken, Post­bank und Deutsche Bank Apps für das mobile Bezahlen an. Die Experten der Stiftung Warentest beant­worten hier die wichtigsten Fragen.

Kontaktlos oder Mobil bezahlen – das Wichtigste in Kürze

Das sollten Sie wissen

Bezahlen mit der Karte. Kontaktloses Bezahlen ist mit allen Girocards und Kreditkarten möglich, die einen NFC-Chip besitzen. Als Kunde müssen Sie dafür Ihre Karte nah an die Kontakt­stelle des Kassen­terminals halten. So können Sie in der Regel Beträge bis 25 Euro bezahlen – ohne Pin oder Unter­schrift. Zahlen Sie mehr­mals hinter­einander kontaktlos, wird die Eingabe der Pin auch verlangt, wenn der Betrag unter 25 Euro liegt. Die Sicher­heits­abfrage der Geheimzahl ist spätestens nach der fünften kontaktlosen Zahlung fällig. Die Finanz­dienst­leister können fest­legen, dass aber schon nach der dritten Zahlung ohne Pin erfolgt.

Bezahlen per Smartphone. Mit Apps wie „Apple Pay“ und „Google Pay“ oder Banken-Apps wie „Mobiles Bezahlen“ der Sparkassen oder „Post­bank Finanz­assistent“ können Sie mit Ihrem Smartphone oder Ihrer Smartwatch kontaktlos bezahlen. Dafür muss Ihre Bank mit diesen Dienst­leistern koope­rieren. Das tut nicht jede Bank. Weitere Voraus­setzung: Smartphone oder Smartwatch müssen mit einem NFC-Chip ausgestattet sein. Im Handytest der Stiftung Warentest können Sie sehen, welche Geräte das sind. Eine Besonderheit sind Kunden-Apps etwa von Edeka oder Payback. Hier funk­tioniert kontaktloses Bezahlen auch ohne NFC-Technologie. Allerdings sollten Sie als Kunde wissen, dass solche Anbieter jede Menge Kunden­daten sammeln.

Frische Test­ergeb­nisse. Unseren Test Bezahlen mit dem Handy (12/2019) befasst sich mit Sicherheit, Allgemeinen Geschäfts­bedingungen, Daten­sende­verhalten und Daten­schutz­erklärungen von zwölf populären Bezahl-Apps.

Sicherheit. Girocard und Kreditkarten sind auch mit der Kontaktlos-Funk­tion – erkenn­bar an den aufgedruckten Funk­wellen – sichere Zahlungs­mittel. Miss­brauch erschweren Sie, wenn Sie die Karten sorgfältig aufbewahren und die Geheim­nummern keinem verraten. Beim Zahlen mit Smartphone oder Smartwatch werden Zahlungs­daten durch die sogenannte Tokenization abge­sichert. Kreditkarten- oder Konto­nummer der Kunden bleiben stets geheim. Kontrollieren Sie bei beiden Zahlungs­arten die Konto­bewegungen regel­mäßig, damit Sie falsche Abbuchungen sofort melden können.

Sperre. Lassen Sie eine Kontaktlos-Karte sofort sperren, wenn Sie sie verloren haben oder sie Ihnen gestohlen wurde. Das geht meist über den zentralen Sperr­notruf 116 116, der rund um die Uhr erreich­bar ist. Geht Ihr ­Smartphone oder Ihre Smartwatch verloren, melden Sie das Ihrer Bank oder ­Ihrem Finanz­dienst­leister.

Weitere Tests und Vergleiche. Auf test.de finden Sie auch einen großen Vergleich von Kreditkarten und auch Girokonten testet die Stiftung Warentest regel­mäßig.

nach oben

Kontaktlos zahlen mit Kredit- oder Girokarte

Die meisten Kredit- oder Girokarten besitzen bereits einen NFC-Chip. So ist etwa seit 2017 jede von der Volks- und Raiff­eisen­banken ausgegebene Bank­karte mit einem NFC-Chip ausgestattet. Der Bundes­verband dieser Bankengruppe schätzt, dass die voll­ständige Umstellung 2020 erreicht ist. Alle 4,3 Millionen Master- und Visa-Kreditkarten der genossenschaftlichen Bankengruppe sollen bis spätestens 2021 kontaktlos funk­tionieren.

Umstellung auf kontaktlose Karten bei Sparkassen auto­matisch

Auch die Sparkassen ziehen mit. Laut Deutschem Sparkassen- und Giro­verband waren im Mai 2018 bereits die Hälfte aller Sparkassen-Karten mit einem NFC-Chip ausgestattet. Sparkassen­kunden, deren Karte demnächst ungültig wird oder die ihre Karte verloren haben, bekommen auto­matisch eine Nach­folgekarte mit Kontaktlos-Funk­tion. Wer noch keine hat und nicht warten möchte, kann auch eine NFC-fähige Karte bei seiner Sparkasse bestellen.

nach oben

Welche Karten geeignet sind

Girocard kontaktlos

Die Girocard wird um die NFC-Zahlungs­funk­tion erweitert. Aufladen ist nicht mehr notwendig. Die Zahlung erfolgt wie beim Einstecken der Karte in das Kassen­terminal: Der Betrag wird vom Konto abge­bucht. Ende 2018 befanden sich bereits etwa 55 Millionen kontaktlose Girokarten der Banken und Sparkassen im Umlauf.

Girogo

Girogo ist die seit mehr als 15 Jahren bekannte Geldkarten­funk­tion, kombiniert mit der NFC-Technologie auf Ihrer Girocard. Vor dem Bezahlen müssen Sie den Kartenchip aufladen, zum Beispiel am Bank­automaten. Die Höchst­summe ist 200 Euro. Rund 45 Millionen Girocards sind mit Girogo ausgestattet. Deutsch­land­weit können Sie damit bei 16 000 Händ­lern zahlen, darunter Drogerien, Tank­stellen und Lebens­mittel­märkte.

Mastercard und Visa kontaktlos

Auch mit Kreditkarten können Kunden seit vielen Jahren kontaktlos bezahlen. Die Zahlung erfolgt wie sonst beim Einstecken der Karte in das Kassen­terminal: Der Betrag wird über die Kreditkarten­abrechnung vom Konto abge­bucht.

nach oben

Kontaktlos bezahlen mit dem Handy

Um an einem der 800 000 NFC-Terminals in Deutsch­land mit Smartphone oder Smartwatch zu zahlen, müssen einige Voraus­setzungen erfüllt sein. IPhone-Nutzer können etwa an NFC-Schnitt­stellen nur mit Apple Payzahlen, für Hand­ynutzer mit Android-Smartphone kommen verschiedene Banken-Apps und Google Pay in Frage. Kunden, die die Technik nutzen wollen, müssen zuvor die Daten der Kreditkarte einer koope­rierenden Bank in die App laden. Die Zahlung selbst läuft ähnlich wie bei einer Karte mit Kontaktlos-Funk­tion: einfach durch Davor­halten des Geräts an das Kassen­terminal (zum Test Bezahlen mit dem Handy).

Google Pay koope­riert mit Part­nerbanken und Paypal

Die Anzahl der Banken und Finanz­dienst­leister, mit denen Google Pay koope­riert, ist im letzten Jahr gewachsen: Mit dabei sind etwa Comdirekt, Commerz­bank, DKB, Klarna und N26. Seit Oktober 2018 koope­riert Google Pay auch mit Paypal: Jetzt können Besitzer eines Android-Handys Google Pay nutzen, die keine Kreditkarte koope­rierender Banken oder Finanz­dienst­leister besitzen.

Apple Pay seit Dezember 2018 auch in Deutsch­land

Auch Konkurrent Apple bietet mit Apple Pay eine vergleich­bare Bezahl-App an. Sie ist seit dem 11. Dezember 2018 auf dem deutschen Markt verfügbar. Als Partner konnte Apple Pay bisher unter anderem die Comdirekt, Deutsche Bank, Hypo­ver­eins­bank, ING und N26 gewinnen.

Auf iPhones läuft nur Apple Pay - aber nicht mehr lange

Für iPhone-Besitzer bleibt bisher noch Apple Pay die einzige Option für mobiles Bezahlen an NFC-Schnitt­stellen, denn anders als bei Android-Smartphones können die Banken für das iPhone keine eigenen Apps zum mobilen Bezahlen anbieten. Apple verweigert ihnen noch den Zugriff auf den einge­bauten NFC-Chip, über den die Karten­daten an das Kassen­terminal über­tragen werden. Doch das wird sich bald ändern. Einem Mitte November im Bundes­tag beschlossenen Gesetz­entwurf zufolge sind Dienst­leister wie Apple oder Google künftig verpflichtet, ihre Services an Banken oder andere Finanz­dienst­leister „gegen angemessenes Entgelt unver­züglich und unter Verwendung angemessener Zugangs­bedingungen zur Verfügung zu stellen“. Die neuen Bestimmungen sollen zumindest teil­weise Anfang 2020 in Kraft treten.

Banken bringen eigene Apps an den Start

Es müssen nicht unbe­dingt die Apps der US-Giganten Google und Apple sein, einige Banken haben eigene Bezahl-Apps entwickelt. Seit Mitte 2018 bieten die Sparkassen ihren Kunden eine App für Android-Smartphones an. Diese ist im Play Store unter dem Namen „Mobiles Bezahlen“ verfügbar. Nutzer können hier nicht nur die Daten ihrer Kreditkarte, sondern auch die ihrer Sparkassen-Girocard hinterlegen. Ebenfalls seit Mitte 2018 bieten auch die meisten Volks- und Raiff­eisen­banken für ihre Kunden das mobile Bezahlen an. Sie können über die Digitale-Karten-App in Verbindung mit der VR-Banking-App ihre Giro-, Master- oder Visakarte hinterlegen. Auch die Deutsche Bank, die Post­bank und die Fidor Bank haben bereits seit längerem eine Funk­tion zum mobilen Bezahlen in ihre Banking Apps integriert.

Alternativen zu NFC

Kontaktlos mit ihren Geräten zahlen können auch Smartphone-Besitzer, deren Banken keine eigenen Bezahl-Apps anbieten und nicht mit Apple Pay oder Google Pay koope­rieren. Kunden-Apps von Anbietern wie Edeka, Netto oder Payback funk­tionieren ohne NFC-Technik. Kunden müssen bei diesen Apps beispiels­weise im Geschäft einen Code anfordern, den sie an die Kontakt­stelle des Kassen­terminals halten.

nach oben

Kontaktlos Bezahlen – ein FAQ

Ist kontaktloses Bezahlen dasselbe wie mobiles Bezahlen?

Nein. Kontaktloses Bezahlen meint in erster Linie das Bezahlen in einem Laden mit der Girocard oder Kreditkarte, wobei die Karte nicht in einen Kassen­terminal gesteckt wird. Als Kunde halten Sie Ihre Plastikkarte nur vor das Lesegerät an der Laden­kasse – in Sekunden­schnelle ist die Ware bezahlt. Der Begriff „mobiles Bezahlen“ verweist dagegen auf Zahl­vorgänge mit Smartphone, Smartwatch oder Tablet, die im Laden oder auch online statt­finden. Mit Smartphone oder Smartwatch können Sie auch das kontaktlose Bezahl­verfahren nutzen (siehe letzte Frage).

Wie funk­tioniert kontaktloses Bezahlen mit Karte?

Kontaktloses Bezahlen funk­tioniert mit Girocards und Kreditkarten, die mit einem sicht­baren Mikrochip und einer unsicht­baren Funk­antenne ausgestattet sind. Die Karte und das Lesegerät kommunizieren mittels NFC-Technik miteinander. Die Abkür­zung steht für die eng­lische Bezeichnung Near Field Communication, zu Deutsch Nahfeld­kommunikation. Es ist ein interna­tionaler Über­tragungs­stan­dard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Stre­cken per Funk. Wenn das Kassen­terminal den fälligen Betrag anzeigt, halten Sie Ihre Karte in einer Entfernung von höchs­tens vier Zenti­metern an das Lesegerät. Chip und Lesegerät tauschen die zum Bezahlen nötigen Daten aus: Karten­nummer, Gültig­keits­datum und Betrag. Ein kurzes Piepen oder ein optisches Signal bestätigt die Zahlung. Diese wird – wie sonst auch – der Bank des Kunden gemeldet, sein Konto wird belastet und das Geld dem Händler gutgeschrieben. Bei Beträgen bis 25 Euro geht das meistens ohne Geheimzahl und Unter­schrift.

Wie funk­tioniert mobiles Bezahlen mit dem Smartphone?

Beim Zahlen mit dem Smartphone oder der Smartwatch kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz (zum Test Bezahlen mit dem Handy).Das Groß­teil der Apps funk­tioniert über NFC-Schnitt­stellen. Wenn das der Fall ist, entsichert der Kunde in der Regel sein Smartphone, öffnet eine App und hält das Gerät an die Kontakt­stelle des Kassen­terminals. Auch dabei wird die Zahlung mit einem akustischen oder optischen Signal bestätigt. Smartwatches werden meist bereits beim Anlegen entsperrt. Wenn sie ununterbrochen am Hand­gelenk getragen werden, bleiben sie bis zu 24 Stunden entsichert. Die Träger müssen an der Kasse nur noch ihren Arm im richtigen Winkel an die Kontakt­stelle halten. Einige App-Anbieter nutzen auch Techno­logien, die nicht über NFC-Schnitt­stellen laufen. Teils werden in der App Strich- oder QR-Codes erzeugt, teils fordern die Kunden über die App eine Einmal-Pin an, die sie an der Kasse nennen oder über­tragen müssen. Möglich ist es bei einigen Banken-Apps auch, dass an einer NFC-Schnitt­stelle eine Karten-Pin einge­geben wird.

Woran erkenne ich, ob ich mit der Karte kontaktlos bezahlen kann?

An Kassen mit diesem Zeichen können Kunden kontaktlos bezahlen – mit Karte oder Smartphone.

Meist trägt die Karte auf der Vorderseite das Symbol für kontaktlose Anwendungen: Vier aneinander­liegende Bögen, die Funk­wellen darstellen. Diese Funk­tion wird in der Regel akti­viert, wenn Sie Ihre Karte erst­mals in Kontakt mit einem Gerät einsetzen, entweder zum Bezahlen mit Unter­schrift oder Pin oder zum Geld­abheben am Auto­maten.

Für welche Beträge ist kontaktloses Bezahlen geeignet?

Sie können jede beliebige Summe bis zu Ihrem Karten­limit kontaktlos begleichen. Beträge über 25 Euro müssen Sie mit der Karten-Pin bestätigen oder mit Ihrer Unter­schrift. Einige Kreditkarten­anbieter bauen zur Sicherheit eine Zufalls­abfrage ein: Nach einer bestimmten Anzahl von Bezahl­vorgängen wird auch bei Summen unter 25 Euro eine Pin oder Unter­schrift gefordert. Bei einigen Visa-Kreditkarten, wie der von der DKB, liegt diese Grenze bei 50 Euro. Auch beim mobilen Zahlen mit Smartphone oder Smartwatch gilt mitunter die 25-Euro-Grenze. Bis zu diesem Betrag reicht es, das Gerät vor das Kassen­terminal zu halten. Bei mehr als 25 Euro muss es etwa durch die Eingabe einer Pin oder durch ein biome­trisches Verfahren entsperrt werden.

Welche Vorteile soll kontaktloses Bezahlen bringen?

Kontaktlos oder mobil zu zahlen soll deutlich schneller gehen als Barzahlung oder Kartenzahlung mit Einstecken. Das nutzt Händ­lern und Kunden. Der Handel muss zwar zunächst in neue Technik investieren, kann dann aber in derselben Zeit mehr Kunden bedienen. Viele Händler hoffen zudem, dass sie künftig weniger Kosten haben, als bisher für die Bargeld­bearbeitung anfallen. Für den Kunden soll Bezahlen bequemer werden – zumindest, wenn er sich an die neue Bezahlart gewöhnt hat. „Optimierungs­bedarf gibt es zum Beispiel noch bei der ergono­mischen Gestaltung der Terminals“, sagt Jan-Paul Leuteritz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Arbeits­wirt­schaft und Organisation in Stutt­gart. „Solange der Kunde suchen muss, an welche Stelle des Lesegerätes er die Karte halten muss, hat er keinen Vorteil zur herkömm­lichen Kartenzahlung.“

Ist kontaktloses Bezahlen so sicher wie Barzahlen?

„Kontaktloses Bezahlen ist nicht risikoreicher als herkömm­liche Zahlungen mit Karte“, sagt Marc Fliehe, Bereichs­leiter Information und Sicherheit beim IT-Verband Bitkom. Der Chip funkt über höchs­tens vier Zenti­meter und zwar keine persönlichen Daten wie Adresse oder Name des Karten­inhabers. Nur spezielle Lesegeräte können die Signale empfangen und entschlüsseln. Aus Versehen kann jemand also nicht bezahlen. Marc Fliehe sagt: „Die Gefahr, dass Ihnen Bargeld gestohlen wird oder Sie es verlieren, ist weit­aus größer.“

Selbst wenn Betrüger die Kreditkarten­daten unbe­merkt auslesen, können sie damit nur bei Händ­lern im Internet einkaufen, die die vorgeschriebenen Sicher­heits­abfragen, etwa die Prüfziffer oder die zusätzliche Kenn­wort­abfrage (3-D-Secure-Verfahren) nicht einsetzen. Wer dennoch unsicher ist, kann seine Karte mit einer speziell beschichteten Hülle schützen. Sie verhindert, dass der Chip unbe­merkt ausgelesen werden kann. Bei Onlinehänd­lern kann man solche Hüllen für unter 10 Euro bestellen.

Beim Zahlen mit Smartphone muss das Gerät oder die App bei Beträgen über 25 Euro immer entsperrt werden - etwa durch die Eingabe einer Pin oder durch ein biome­trisches Verfahren wie die Finger­abdruck­erkennung. Zudem wird jeder Zahlungs­vorgang durch die sogenannte Tokenization abge­sichert. Das ist ein Verfahren, das aus der Karten­nummer des Kunden eine Stell­vertreter­nummer für Zahlungen ableitet. Kreditkarten- oder Konto­nummer der Kunden bleiben durch die Tokenization stets geheim.

Ist die Funk­tion für kontaktloses Bezahlen auf den Giro- und Kreditkarten abschalt­bar?

Ja, das ist bei einigen Banken möglich. Viele Direkt­banken erlauben das allerdings nicht. Fragen Sie am besten bei Ihrer Haus­bank nach. Kunden von Volks- und Raiff­eisen­banken können die Kontaktlosfunk­tion ihrer Karten am Geld­automaten deaktivieren und wieder akti­vieren. Manchmal ist es auch möglich, die Funk­tion online abzu­schalten. Sparkassen-Kunden können die Deaktivierung nur in der Filiale bei einem Berater erledigen lassen.

Tipp: Betrüger können die Karte nicht auslesen, wenn zwei Karten mit dieser Funk­tion zusammen im Portemonnaie sind. Eine spezielle Hülle schützt die Karten auch (siehe Frage oben „Ist kontaktloses Bezahlen so sicher wie Barzahlen?“)

Bei welchen Händ­lern kann ich jetzt schon kontaktlos bezahlen?

„Die Nutzung des kontaktlosen Bezahlens im Handel wächst konsequent“, sagt Ulrich Binnebößel vom Handels­verband Deutsch­land (HDE). Nach Schät­zungen des Verbands haben in Deutsch­land mindestens 800 000 von rund einer Million Kassen­terminals NFC frei­geschaltet. „Vielen Menschen ist die Möglich­keit des kontaktlosen Bezahlens noch nicht geläufig“, merkt Binnebößel an. Er erwartet aber positive Entwick­lungen, je bekannter die Bezahl­methode wird: „Aus dem Handel hören wir, dass die Nutzung des kontaktlosen Zahlens bei allen Personen anhält, die es einmal versucht haben.“

Dieses Special ist erst­mals am 12. Oktober 2016 auf test.de erschienen. Es wurde seitdem mehr­fach aktualisiert, zuletzt am 05.12.2019.

nach oben

Dieser Artikel ist hilfreich. 141 Nutzer finden das hilfreich.