Kontaktlinsen­typen

Hart, weich, multifokal: Hier erklären wir die verschiedenen Kontaktlinsen­typen – und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.

Harte Kontaktlinsen

Kontaktlinsen Test

Wer täglich Linsen trägt, sollte harte ausprobieren.

Lange halt­bar. Harte Linsen sind lang­fristig sehr gut verträglich, da sie viel Sauer­stoff durch­lassen. Sie schwimmen auf dem Tränenfilm und ermöglichen so den Austausch der Tränenflüssig­keit. Form­stabile Linsen korrigieren Hornhaut­verkrümmungen auto­matisch mit. Sie lassen sich leicht einsetzen und sind lange halt­bar. Es können sich keine Fremd­stoffe einlagern.

Gewöhnungs­bedürftig. Das Fremdkör­pergefühl, das harte Linsen verursachen, verschwindet erst nach einer Gewöhnungs­zeit. Form­stabile Linsen können leichter verrutschen und heraus­fallen als weiche, da sie kleiner sind. Zudem kann leichter Staub unter sie geraten und die Augen reizen.

Weiche Kontaktlinsen

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Weiche Linsen passen sich der Form der Augen an.

Sofort verträglich. Weichlinsen erfordern kaum Einge­wöhnung, bieten von Anfang an einen hohen Trage­komfort und sind für gelegentliche Nutzer ideal. Da weiche Linsen fest aufliegen, gehen sie nicht so leicht verloren. Auch bei staubiger Luft bereiten sie wenig Probleme. Tages­linsen sind sehr hygie­nisch.

Weniger sauer­stoff­durch­lässig. Weiche Linsen lassen – mit Ausnahme von Sili­konhydrogellinsen – weniger Sauer­stoff an die Augen als harte. Außerdem besteht ein vergleichs­weise höheres Infektions­risiko. Zwei-Wochen-, Monats- und Mehr­monats­linsen sind pflege­intensiv. Da weiche Linsen kaum spür­bar sind, nehmen die Träger gesundheitliche Probleme oft zu spät wahr.

Multifokale Kontaktlinsen

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Multifokallinsen sind eine Alternative zur Gleitsicht­brille.

Für Nähe und Ferne. Multifokallinsen sind ideal, um bei Alters­sichtig­keit in allen Entfernungen und Richtungen gut sehen zu können. Es gibt sie in hart und weich. Die Mitte enthält die Korrektur für die Ferne oder die Nähe. Davon ausgehend sind kreisförmig Zonen mit anderen Stärken ange­ordnet. Das Gehirn bekommt vom Auge mehrere Bilder gleich­zeitig für verschiedene Sehbereiche. Die jeweils nicht erforder­lichen Bilder muss es unterdrücken.

Nicht für jeden. Es kann einige Zeit dauern, bis man sich an den Seheindruck gewöhnt hat. Nicht jedem gelingt es. Bei Kontrast und Schärfe gibt es oft leichte Einbußen. Nachts können beim Auto­fahren störende Blend­effekte auftreten.

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