Konjunkturpaket Meldung

Weniger Steuern und Abgaben, 100 Euro pro Kind: Mit einem Milliardenpaket will der Bund die Haushalte entlasten.

Grundfreibetrag. Das steuerfreie Existenzminimum steigt rückwirkend zum 1. Januar um 170 Euro auf 7 834 Euro. Ab Neujahr 2010 soll es auf 8 004 Euro steigen. Einnahmen darunter müssen nicht versteuert werden.

Eingangssteuersatz. Er greift oberhalb des Grundfreibetrags und soll ab 2009 von 15 auf 14 Prozent sinken.

Tarif. Die Progression setzt später ein: Ab 2010 wird jede nächste Steuerstufe um 330 Euro verschoben.

Krankenkasse. Der Beitrag sinkt zum 1. Juli von 15,5 auf 14,9 Prozent.

Kinder. Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es einmalig 100 Euro. Gutverdienern hilft das aber nicht, da das Kindergeld mit dem Kinder­freibetrag verrechnet wird, und der wird nicht erhöht.

Entlastung. Werden die Planungen Gesetz, bleiben einer Familie (zwei Kinder, 36 000 Euro Brutto) rund 420 Euro, 2010 dann etwa 380 Euro mehr, so der Bund der Steuer­zahler.

Hartz IV. Der Regelsatz für Kinder von 6 bis 13 Jahren steigt ab 1. Juli von 211 auf 246 Euro.

Kfz-Steuer. Sie wird zum 1. Juli für Neuwagen geändert. Jede angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum kosten 2 Euro bei Benzinmotoren, bei Diesel 9,50 Euro. Hinzu kommt eine CO2-Steuer: Bis 120 Gramm pro Kilometer sind frei, jedes Gramm mehr kostet 2 Euro Steuer.

Abwrackprämie. Käufer von Neuwagen ab Abgasnorm Euro 4 erhalten 2 500 Euro, wenn ihr Auto vor dem 14. Januar 2000 erstmals zugelassen wurde und sie es seit mindestens einem Jahr fahren. Die Prämie gibt es auch für Jahreswagen, die längstens ein Jahr zugelassen waren. Mehr unter www.bafa.de.

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