Tipps

So streiten Sie richtig

  • Kühlen Kopf bewahren. Nicht jede Spannung ist auch ein Konflikt. Schlafen Sie eine Nacht drüber, wenn Sie eine Auseinandersetzung hatten. Beurteilen Sie die Lage mit etwas Abstand. Erst wenn sich der Streit wiederholt, sollten Sie etwas unternehmen.
  • Aktiv werden. Sprechen Sie den Konflikt offen an, wenn er sie belastet. Übernehmen Sie Verantwortung für die Lösung.
  • Reflektieren. Überdenken Sie Ihre eigenen Verhaltensmuster während des Streits: Wie gehen Sie mit Emotionen um? Was macht Sie besonders wütend? Die Klärung hilft Ihnen, während des Gesprächs ruhig zu bleiben und das Verhalten anderer zu verstehen.
  • Worte wählen. Vermeiden Sie pauschale Urteile und Schuldzuweisungen. Senden Sie Ich-Botschaften à la „Der Zeitdruck belastet mich“ anstelle von „Alle finden, dass Sie uns ständig unter Druck setzen“.
  • Leute kennen. Fragen Sie in Ihrem Unternehmen nach Ansprechpartnern bei Konflikten. Oft ist der Betriebsrat die erste Adresse.
  • Kosten übernehmen. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, ob er das Training bezahlt. Schließlich profitiert auch die Firma von der Lösung des Konflikts.
  • Gelassen bleiben. Konflikte gehören zum Leben, auch im Job. Versuchen Sie, einen Streit immer auch als Chance zu begreifen.

So finden Sie den richtigen Kurs

  • Teilnehmerzahl. Meiden Sie Kurse mit mehr als zehn bis zwölf Teilnehmern. Der Dozent kann dann nicht mehr auf jeden eingehen.
  • Theorie und Praxis. Fordern Sie praktisches Training ein. Rollenspiele und Übungen sollten mindestens die Hälfte der Zeit ausmachen. Jeder Teilnehmer muss zum Zuge kommen.
  • Persönlichkeitstest. Tests zur Persönlichkeitseinschätzung sind in Kursen zum Konfliktmanagment zwar üblich, aber nicht sinnvoll. Die in den Tests bestimmen Konflikttypen helfen aus wissenschaftlicher Sicht nicht weiter. Lehnen Sie Persönlichkeitstests ab, wenn Sie Zweifel haben.
  • Bücher und Co. Lehrmaterialien sind unerlässlich. Auch wenn der Dozent die Bücher nicht einsetzt, können Sie zuhause damit weiterarbeiten.
  • Vertraulichkeit. Bestehen Sie darauf, dass alles, was im Kurs gesagt wird, vertraulich behandelt wird. Während der Übungen kommen oft sehr persönliche Themen zur Sprache.
  • Trainieren. Einen professionellen Umgang mit Konflikten lernen Sie nicht über Nacht. Die ein- bis dreitägigen Seminare sind ein Einstieg. Trainieren Sie weiter, wenn Sie Ihre Konfliktkompetenz ausbauen wollen.
  • Mediation. Ist der Streit schon älter und eingefahren, kommt ein Konfliktmanagementseminar zu spät. Ziehen Sie in diesem Fall einen Außenstehenden zu Moderation und Mediation heran.
  • Günstige Alternative. Private Kurse zum Konfliktmanagment sind teuer: etwa 600 bis 1500 Euro - je nach Anbieter und Kurs. Die Industrie- und Handelskammern bieten Kurse für 300 bis 800 Euro. Noch billiger sind Volkshochschulen. Beispiel: Der Zwei-Tage-Kurs an der VHS Düsseldorf kostet nur 70 Euro. Nutzen Sie die Angebote der Volkshochschulen, wenn Sie den Kurs privat bezahlen. Die Volkshochschulen bieten Ihre Kurse aber meist nur einmal pro Semester an.

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