Obst, Zucker, manchmal auch Gelier- und Säuerungsmittel – das Basisrezept für fruchtig-süße Brotaufstriche ist simpel, die korrekte Bezeichnung nicht. Wenn Sie meinen, Sie haben Marmelade auf Ihr Brötchen gestrichen, stimmt das streng genommen nur, wenn es sich dabei um Zitrusfrüchte handelt – getreu dem englischen „marmelade“.

Stecken andere Fruchtsorten wie Erdbeeren oder Kirschen drin, handelt es sich um Konfitüre. Allerdings nur dann, wenn Zucker (zugesetzt und aus Früchten) mindestens einen Anteil von 60 Prozent hat. Fruchtaufstrich ist alles, was nicht unter die enge Konfitürenverordnung fällt: Meist steckt mehr Frucht im Glas, auch Honig oder Dicksaft sind möglich, ebenso aromatisierende Zutaten wie Vanille. Und anders als bei Konfitüren sind bei Fruchtaufstrichen sogar Konservierungsstoffe erlaubt.

Tipp: Bewahren Sie geöffnete Gläser im Kühlschrank auf. Denn ob Konfitüre oder Fruchtaufstrich – Zimmertemperatur fördert Schimmel. Achten Sie aufs Etikett. Nur bei über 63 Prozent Zucker reicht es, eine Schimmelschicht großzügig abzuheben: So viel Zucker verhindert unsichtbare Schimmelbildung im Glas. Bei weniger Zucker hilft nur Wegwerfen.

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