Nach wohligen Festtagen ist der Blick auf die Waage meist unerfreulich. Die Zeit der Diätversuche beginnt. Groß angesagt ist derzeit Kohlsuppe. Models und Prominente wie Karl Lagerfeld haben sich mit ihr schlank gelöffelt. Wie das Gemüsegericht gekocht wird und wie es mit der wundersamen Pfundvertreibung klappt, steht in zahlreichen Ratgebern. Konse­quente Suppenfans sollen in einer Woche bis zu fünf Kilo abspecken können. Was ist dran?

Für Kohlsuppe spricht einiges. Sie ist kalorienarm, aber sie füllt den Magen. Sie ist reich an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden sekundären Pflanzenstoffen. Wer den magischen Eintopf zubereiten möchte, braucht auch kein Hexenmeister zu sein. Die Rezeptur verlangt hauptsächlich Weißkohl, nach Geschmack auch Frühlingszwiebeln, Toma­ten, Paprika, Staudensellerie. Gewürze peppen die Suppe auf.

Eher fraglich ist die Fett-Verbrenner-These: Der Körper soll für die Verbrennung des ballaststoffreichen Kohls – ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­100 Gramm enthalten nur rund 25 Kilokalorien – mehr Energie aufwenden, als er durch ihn bekommt. Wirklich bedenklich ist aber, sich das Gericht radikal zu verordnen und tagelang ausschließlich Kohlsuppe zu löffeln. Dann fehlt dem Körper Eiweiß und mit den leidigen Fettpolstern schwindet auch feste Muskelmasse.

Tipp: Wer Ja sagt zur Kohlsuppe, muss wohl auch Magerquark mögen, um seine Eiweißreserven zu füllen.

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